Vorarlberger wünschen sich 1809 Euro Pension

Markt / 31.08.2016 • 19:48 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Finanzielle Vorsorge wird immer wichtiger. 192 Euro im Monat werden dafür monatlich zur Seite gelegt.

Dornbirn. (VN-reh) Wussten Sie, dass ein heute 35-jähriger Mann mit einer 68,7 prozentigen Wahrscheinlichkeit älter als 90 Jahre alt wird? Bei Frauen liegt die Wahrscheinlichkeit sogar bei 80,5 Prozent. Die Menschen werden immer älter, eine entsprechende finanzielle Vorsorge fürs Alter wird dementsprechend immer wichtiger. Auch weil die Sorge herrscht, die gesetzliche Pension könnte nicht ausreichen. Diese wachsende Bedeutung von Vorsorge zeigt auch die aktuelle Studie der GfK Austria im Auftrag von s Versicherung, Erste Bank und Sparkassen.

Aktuell besitzen neun von zehn Vorarlbergern ein Produkt, um für die Pension vorzusorgen beziehungsweise die Familie abzusichern. Immer wichtiger wird auch die Unfallvorsorge, die in der aktuellen Studie bereits auf den dritten Platz vorgerückt ist. Und wer bereits vorsorgt, bei dem steht die Sicherheit im Vordergrund. Die Vorarlberger wollen möglichst wenig Risiko und eine Kapitalgarantie anstelle von hohen Renditen. Dementsprechend beliebt sind Sparbuch und Bausparvertrag als Vorsorgeprodukt.

Stiefkind Pflegevorsorge

Noch auf dem hintersten Rang rangiert übrigens die Pflegevorsorge. Erst vier Prozent aller Vorarlberger haben eine Pflegeversicherung abgeschlossen, erklärt Werner Böhler, Sprecher der Vorarlberger Sparkassen. Es sei ein zum Teil mit Angst besetztes Thema. Jedoch steige das Risiko, im Alter ein Pflegefall zu werden, parallel zur Lebenserwartung an.

Im Schnitt werden im Monat 192 Euro für die finanzielle Vorsorge zurückgelegt, wobei der Betrag mit zunehmendem Alter steigt. Immerhin liegt die Wunsch-Netto-Pension laut Studie bei 1809 Euro. Derzeit liegt die durchschnittliche Pensionshöhe allerdings nur bei 1100 Euro. Hier ergebe sich eine deutliche Lücke zwischen Wunsch und Wirklichkeit, so Heinz Schuster, Generaldirektor der s Versicherung. Wolle man den Lebensstandard erhalten, sei es wichtig, möglichst früh mit der Altersvorsorge zu beginnen. Zudem müsse man auch bedenken, dass die Lebenserwartung jedes Jahrzehnt im Schnitt um 2,5 Jahre steige. „Sonst ist das Geld weg und man selbst ist immer noch da“, merkt Schuster an.

Ebenfalls abgefragt wurde in der Umfrage auch, was Herr und Frau Vorarlberger mit dem zusätzlich verfügbaren Geld aus der Steuer­reform, die für die Bevölkerung insgesamt eine Entlastung von fünf Milliarden Euro bringt, anfangen. Das Ergebnis: Es gibt unterschiedliche Zugänge. Während 50 Prozent angeben, dieses Geld zu sparen, geben es rund ein Viertel aus. Der Rest hat sich noch nicht entschieden.