Sehr entspannt, der Vorarlberger Arbeitsmarkt

Bregenz Wo man sich sonst nur über Zuwächse freut, bildet der Arbeitsmarktservice (AMS) eine große Ausnahme. Je weniger Arbeitslose, desto besser. Gerade die vergangenen Monate lief das fast wie am Schnürchen. Auch der Februar glänzte mit rückläufigen Zahlen. Die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen reduzierte sich in Vorarlberg im Vergleich zum Jänner um 5,7 Prozent, im Vergleich zum Vorjahr um 5,1 Prozent. Diese Prozentsätze hat man zuletzt im Jänner 2012 gesehen. Aktuell sind 9630 Personen als arbeitslos vorgemerkt, 2615 weitere sind in Schulungsmaßnahmen, das ergibt insgesamt eine Zahl von 12.245 Menschen, die in Vorarlberg auf Jobsuche sind. Eine weitere gute Nachricht: 17,4 Prozent haben bereits eine Einstellungszusage in der Tasche. Aber da auf dem Arbeitsmarkt selten alles perfekt ist, gibt es auch weniger gute Nachrichten.
Bei den bleibeberechtigten Flüchtlingen stieg die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr um 89 Prozent auf insgesamt 652 Frauen und Männer. Dass es derzeit 3577 offene Stellen gibt, ist zwar positiv, aber es gibt nicht für jeden ausgeschriebenen Job arbeitslose Menschen, die über die nachgefragte Ausbildung verfügen. Einen Job für ungenügend Qualifizierte oder Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen zu finden, bleibt also weiterhin eine der großen Schwierigkeiten für die AMS-Mitarbeiter. Die Problematik in Zahlen: Fast die Hälfte aller vorgemerkten Arbeitslosen hat nicht mehr als einen Pflichtschulabschluss. 30 Prozent haben Probleme mit der Gesundheit, bei den über 50-Jährigen gar 44,9 Prozent. VN-reh