Forschungsvolumen der Fachhochschule Vorarlberg auf Höchststand

Markt / 26.03.2019 • 13:45 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Digital Factory der Fachhochschule Vorarlberg. FH
Die Digital Factory der Fachhochschule Vorarlberg. FH

Forschungsvolumen und Zahl der Projekte an der Fachhochschule Vorarlberg haben neuen Rekordwert erzielt.

Dornbirn Bernhard Fässler ist der erste Student der Fachhochschule Vorarlberg, der Teil einer internationalen Kooperation ist. Er hat bereits als Erster sein Masterstudium in Mechatronik als Double Degree-Student an der Universität Agder (Norwegen) und an der FH Vorarlberg absolviert. Anschließend entschloss sich der Vorarlberger dazu, auch seinen PhD im Rahmen dieser erfolgreichen Kooperation zu beginnen und konnte das Studium Ende August 2018 erfolgreich abschließen. Fässler befasste sich in seiner Doktorarbeit mit ausgemusterten Batterien von Elektroautos. „Ich war immer wieder für Blockwochen in Norwegen an der Universität. Die Forschungsarbeiten zu meiner Arbeit habe ich aber hier an der FH Vorarlberg gemacht. Dabei haben mich die hervorragende Ausstattung und die enge Kooperation der FH mit der Universität Agder sehr unterstützt“, sagt Fässler.

Bernhard Fässler. FHV

Forschung ist an der Fachhochschule ein wichtiger Teil geworden. Das Forschungsvolumen hat 2018 mit 5,1 Millionen Euro einen neuen Rekordwert erreicht. Insgesamt wurde im vergangenen Jahr an 76 Forschungs- und Entwicklungsprojekten sowie zahlreichen Praxisprojekten gearbeitet, was ebenfalls einen Höchststand bedeutet. Davon sind 50 Prozent in Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen und Organisationen entstanden, zum Beispiel Hypo Landesbank, Getzner Textil, Schelling Anlagenbau oder Bachmann Electronic.

Nicht im stillen Kämmerlein

Sechs Forschungszentren mit 72 Mitarbeitern gibt es an der Fachhochschule. Von den 5,1 Millionen Euro wurden 60 Prozent über Drittmittel finanziert, also über nationale Fördergelder und EU-Mittel sowie aus Forschungsaufträgen von Unternehmen. „Das zeigt, dass hier nicht im stillen Kämmerlein vor sich hin geforscht, sondern intensiv mit Unternehmen und Institutionen zusammengearbeitet wird. Die Fachhochschule hilft uns, innovativ zu bleiben“, sagt Landeshauptmann Markus Wallner. Weil die Forscher auch selbst in den Studiengängen lehren und die Studierenden an den Projekten aktiv mitarbeiten, könne eine qualitativ ausgezeichnete Lehre an der FH gewährleistet werden, ergänzt Wissenschaftslandesrätin Barbara Schöbi-Fink, denn es sei wichtig, dass die Studierenden nicht nur das fachliche Wissen, sondern auch das nötige kritische Denken lernen.

Die Forschungszentren der FH Vorarlberg decken dabei einen breiten Themenkreis ab. „Sie verfügen über breite Kompetenzen in den Bereichen Mikrotechnik, nutzerzentrierte Technologien, Prozess- & Produkt-Engineering, Energie sowie Sozial- und Wirtschaftswissenschaften“, erläutert FH-Geschäftsführer Stefan Fitz-Rankl. Jüngstes Projekt ist die Digital Factory, die Firmen aktiv in der digitalen Transformation unterstützt. Aktuell seien bereits neun Kooperationen in Umsetzung, berichtet Dr. Kathrin Plankensteiner, Gruppenleiterin des Bereichs Datenanalyse. „Wir stellen uns die Frage, wie man aus den Massen an Daten, die gespeichert wurden, geschäftsrelevante Informationen herausfiltern kann, sodass klare und optimale Entscheidungen getroffen werden können.“

Blockchain-Technologie

Als nächster Schritt wird die FH Vorarlberg eine von 21 wissenschaftlichen Einrichtungen, die mit dem neuen Austrian Blockchain Center in Wien kooperiert. Das Forschungsprojekt startet am 1. April.