Ohneberg will IV-Chef für Österreich werden

15.04.2019 • 18:21 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Ohneberg bewirbt sich um das höchste Amt in der Industriellenvereinigung. FA
Ohneberg bewirbt sich um das höchste Amt in der Industriellenvereinigung. FA

Henn-Chef möchte auch oberster Industrieller werden.

Dornbirn, Wien Der Bregenzer Martin Ohneberg ist ständig auf Achse. Mit dem Unternehmen Henn in Dornbirn und einer Reihe wirtschaftlicher Aktivitäten sowie der Familie in Wien ist er Hochleistungspendler. Das wird auch so bleiben. Denn Ohneberg, der schon als Schüler davon träumte, Unternehmer zu werden, soll, wie die VN berichteten, auch in den Aufsichtsrat des Verbundes einziehen. Seiner Berufung, so ist aus wirtschaftspolitischen regierungsnahen Kreisen zu hören, steht nichts im Wege. Jetzt stellt er sich auch für das Amt des IV-Österreich-Präsidenten zur Wahl.

Kandidat in der IV

Ohneberg, der als Präsident der Vorarlberger Industriellenvereinigung durchaus nicht immer zur Freude der Landespolitik Themen forciert, gilt auf Bundesebene als gut vernetzt mit Bundeskanzler Kurz und pflege ein gutes Gesprächsklima mit der blauen Regierungsmannschaft. Ein Aufsichtsrat im Stromkonzern gilt in der Bundeshauptstadt was, doch Ohneberg will mehr. Wie bisher im kleinen Kreis und hinter vorgehaltender Hand kolportiert wurde, bestätigt der Unternehmer im Gespräch mit den VN. Er will die Nachfolge des noch bis 2020 amtierenden Industriellenvereinigungspräsidenten Georg Kapsch antreten. Zuvor hat er schon im Magazin Trend erklärt: „Ja, ich möchte zur Wahl antreten.“

Gute Chancen für Amt

Er hat durchaus gute Chancen, wie aus österreichischen Industriekreisen zu hören ist. Immerhin hat er mit Henn sein unternehmerisches Meisterstück abgeliefert. Und das ist für ein Amt in der Industriellen-Vereinigung beste Empfehlung einerseits und Voraussetzung andererseits. Seit der Übernahme im Jahr 2011 hat er den Umsatz von knapp 19 Millionen Euro auf heute 100 Millionen in der Henn-Gruppe gesteigert. Zur Gruppe wurde Henn im vergangenen Jahr, als Ohneberg zwei deutsche Unternehmen der Automotive-Branche übernehmen konnte. Als Weltmarktführer bei Schnellkupplungen, die zwar auch bei Maschinen, aber hauptsächlich im Automotorenbau verwendet werden, muss Ohneberg nun das Einsatzgebiet auf mehrere Beine stellen und die Abhängigkeit vom Automobilgeschäft reduzieren.

Erfahrung in der Interessenpolitik hat Ohneberg nicht erst, seit er das Präsidentenamt in Vorarlberg übernommen hat. Ab 2002 war er Vorsitzender der Jungen Industrie Österreichs, später auch der europäischen Jungindustriellen. Die Führung in Österreich wäre der Höhepunkt seiner IV-Karriere. VN-sca