Börsenfrühling nach Winterdepression

Markt / 21.04.2019 • 08:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Anleger nutzten die deutlich gefallenen Notierungen, um ihre Aktienbestände aufzustocken. WIENER BÖRSE

Börsenexpertin Ines Frei sieht ein kräftiges Frühlingslüfterl.

Dornbirn Nach einem äußerst schwierigen Jahresfinale 2018 weht an den Börsen im ersten Quartal 2019 ein kräftiges Frühlingslüfterl. Für die Korrektur zu Jahresende war die Verunsicherung der Investoren im Zuge zahlreicher offener politischer Probleme und Fragestellungen wie die künftige Gestaltung der Handelsbeziehungen zwischen China und den USA bzw. Europa oder den Brexit verantwortlich.

Anleger nutzten die deutlich gefallenen Notierungen um ihre Aktien-Bestände aufzustocken. Eine Entwicklung, die sich zumWeltfondstag 2019 auch in einem deutlich gestiegenen Anlagevolumen in den österreichischen Investmentfonds bemerkbar machte. Aufgrund der guten Marktentwicklung mit einem der stärksten Kursanstiege der Geschichte konnten alle Fondskategorien positive Erträge verbuchen. Sieger in der Wertentwicklung seit Jahresbeginn waren die Aktienfonds Nordamerika mit plus 15,54 Prozent. Aktienfonds entwickelten sich in allen Kategorien positiv. Im Bereich der vermögensverwaltenden Fonds bewegte sich die Wertentwicklung  zwischen rund 4,01 und 7,46 Prozent. Bei den Anleihenfonds legten die Erträge zwischen 0,89 und 3,02 Prozent zu. Auf einen Zeitraum von 5 Jahren rückgerechnet nähern sich die Erträge der Mischfonds den Aktienfonds bzw. können diese vereinzelt sogar übertreffen. Sehen lassen kann sich auch die Performance sogenannter nachhaltiger Fonds von 6,09 Prozent seit Jahresbeginn und im Schnitt 3,02 Prozent p.a. über 5 Jahre.

Diese Woche lieferte China wichtige Konjunkturdaten: Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt legte im ersten Quartal um 6,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu. Das Wachstum war damit im Vergleich zum letzten Quartal des vergangenen Jahres überraschend stabil. Offenbar zeigen die Steuersenkungen und andere Maßnahmen der chinesischen Regierung zur Ankurbelung der Wirtschaft ihre Wirkung. So stieg die Industrieproduktion im ersten Quartal um 6,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Besonders der Binnen-Konsum wird immer mehr zum Konjunkturtreiber. Die Einzelhandelsumsätze zogen im ersten Quartal überraschend deutlich um 8,3 Prozent an. Die Angst vor einer Eintrübung der chinesischen Konjunktur dürfte etwas übertrieben gewesen sein.