Zu Gast bei Karl Schwärzler

07.05.2019 • 20:35 Uhr / 4 Minuten Lesezeit

Bregenzer Tophotel Schwärzler investiert 11,7 Millionen in neue Zimmer und Infrastruktur.

Bregenz Karl Schwärzler bewirtete ab dem Jahr 1930 die Gäste im Gasthof Rieden und legte den Grundstein für das heutige Unternehmen Schwärzler Hotels. Ab Ende Mai ist er Pate der neuen Brasserie „Karl“ im Hotel Schwärzler. Wo derzeit noch die Handwerker letzte Hand anlegen, soll noch in diesem Monat das komplette Haus, das regelmäßig berühmte Gäste aus Kultur, Wirtschaft und Politik beherbergt, in neuem Glanz erstrahlen. Dementsprechend groß ist auch das Interesse der Festspielgäste am „Schwärzler neu“. Um das Haus zu erweitern, hat die Hoteliersfamilie Schwärzler fast zwölf Millionen Euro in die Hand genommen.

Ordentlich gewachsen

Das Schwärzler ist ordentlich gewachsen, wenn nun die Bauarbeiten, die im August 2018 begonnen wurden, abgeschlossen sind. 43 neue Zimmer, davon acht Suiten, bieten Komfort „auf 5-Sterne-Niveau“, so Hotelier Hubert Schwärzler im Gespräch mit den VN. Insgesamt stehen jetzt 106 Zimmer zur Verfügung. Auf neuestem Stand sind alle Tagungsräume, außerdem sind neue große Seminarräumlichkeiten dazugekommen. Neu gestaltet wurde auch der Lounge- und Bar-Bereich des Hotels. Dafür waren einige Schließmonate notwendig. Das Hotel hielt von August bis Ende Oktober 2018 als auch von Jänner bis Februar 2019 geschlossen, die übrigen Arbeiten wurden und werden bei laufendem Betrieb durchgeführt. Ebenfalls komplett neu ist das Spa des Hotels in der Bregenzer Landstraße, dazu kommt nun auch ein Fitness-Bereich, der alle Stücke spielt.

„Auf Vorarlberger Art“

Der Neu- und Umbau trägt die Handschrift des Bregenzer Architekturbüros Dorner Matt, die dem Motto der Schwärzler Hotelgruppe „Gastgeben auf Vorarlberger Art“ mit gestalterischen Mitteln Ausdruck verliehen. „Wir haben wie bei unseren bisherigen Bauprojekten sehr darauf geachtet, regionale Handwerker zu beschäftigen“, so Hubert Schwärzler. Dafür habe man auch mit dem Werkraum Bregenzerwald einen ebenso komptenten und stilsicheren Partner gewonnen, der den Schwärzler-Hotels seinen Charakter gebe.

Bedarf ist gegeben

Die Hotelerweiterung und Aufwertung auf höchsten Standard ist auch für die Landeshauptstadt ein Segen. Denn sie leidet unter aktutem Bettenmangel. In den Jahren 2008 bis 2017 ging die Zahl der Zimmer um 7,3 Prozent zurück, die der Hotels sogar um 27,3 Prozent, so die Zahlen der Statistik Austria. Dementsprechend rar sind Zimmer während der Festspielzeit. Im vergangenen Jahr war Bregenz während des Festivals zu 99 Prozent ausgebucht. Die Entwicklung der Ankünfte und Nächtigungen in den vergangenen zehn Jahren rechtfertigt eine Erweiterung der Kapazität auf jeden Fall.

Die Anzahl der Ankünfte in der Bodensee-Metropole ist im Untersuchungszeitraum um 24 Prozent auf 158.000 gestiegen. Die Zahl der Nächtigungen konnte auf 257.000 gesteigert werden, ein Plus von ansehnlichen 21 Prozent. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Besucher ist in den Jahren 2008 bis 2017 gleich geblieben. Durchschnittlich weilen sie 1,8 Tage in der Stadt. Die meisten Hotelkunden (60 Prozent) sind Deutsche, Schweizer und Niederländer.

„Wir haben sehr darauf geachtet, regionale Handwerker zu beschäftigen.“

Das Hotel Schwärzler wurde um 11,7 Millionen Euro erweitert und auf den neuesten Stand gebracht. Noch im Mai werden die Arbeiten abgeschlossen.VN/Paulitsch
Das Hotel Schwärzler wurde um 11,7 Millionen Euro erweitert und auf den neuesten Stand gebracht. Noch im Mai werden die Arbeiten abgeschlossen.VN/Paulitsch