Rekordsommer für den Vorarlberger Tourismus

Markt / 27.11.2019 • 17:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Landschaft und die Möglichkeiten zur sportlichen Betätigung in dieser locken im Sommer die Gäste in Vorarlbergs Destinationen. A/FAIL

Sommertourismus boomt weiter, 4,18 Millionen Übernachtungen von Mai bis Oktober.

Bregenz Es war sein erster Auftritt als Tourismuslandesrat und der war erfreulich. Christian Gantner hat seit wenigen Wochen neben der Landwirtschaft den Tourismus in seinem Ressort. Zwei Themen, die, so der Landesrat, zusammengehören. Er spricht sogar von „Zukunftszwillinge“, die nur lange Zeit getrennt waren, jetzt aber zusammen viele Synergien realisieren können.

Natur- und Kulturlandschaft

Vorarlberg Tourismus-Direktor Christian Schützinger untermauert diese Behauptung: „In Umfragen werden vor allem Natur- und Kulturlandschaft als Gründe für den Besuch Vorarlbergs genannt“.  Heuer genossen das noch mehr Sommerurlauber als in den Jahren zuvor. 1,28 Millionen Gäste übernachteten in der heurigen Sommersaison 4,18 Millionen mal im Land. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag in den Monaten Mai bis Ende Oktober 3,26 Tage. Die Gästeankünfte stiegen gegenüber dem Vorjahr um 3,1 Prozent, die Nächtigungen sogar um 3,9 Prozent. Und das von hohem Niveau, denn seit 2014 konnte jedes Jahr eine Steigerung realisiert werden, freut sich Schützinger. Damit die Erwartungen aber nicht in den Himmel wachsen, schränkt er ein: „Ein Teil des Zuwachses ist der Gymnaestrada zuzurechnen.“ Aber auch ohne die 20.000 Gäste, die im Juli beim Weltturnfest teilnahmen, reihe sich der heurige Sommer unter die Spitzensaisonen ein. Entscheidend sei auch, dass sich die Saison verlängert habe. „Wir haben jetzt breiteres Schultern“, kommentiert Schützinger, dass gerade im Mai und im Oktober besonders starke Nachfrage nach Urlaub in Vorarlberg war. Die Tourismusregionen des Landes profitierten fast alle vom Sommertourismusboom. Allein im Montafon musste ein leichtes Minus (0,2 Prozent) einstecken, geschuldet sei das verschiedenen Parametern, so Schützinger, etwa der Struktur mit vielen Privatzimmern oder wenn ein Hotel wegen Umbau geschlossen habe.

Treue deutsche Nachbarn

Die Gästestruktur nach Ländern ist im Großen und Ganzen so wie immer: Die Nachbarn aus Deutschland haben um 4,4 Prozent oder 29.000 Gäste auf 688.200 zugelegt, auch die Niederländer sind mit einem Plus von 1447 Ankünften im Plus. Die Schweizer und Liechtensteiner reisten weniger nach Vorarlberg (154.560, minus ein Prozent). Ein größeres Minus, nämlich 1,6 Prozent weniger,  war bei den Österreichern zu verzeichnen.

Sommertourismus in Zahlen

23,6 Prozent mehr Urlauber (73.031 Personen) als 2018 übernachteten in der Sommersaison auf Schutzhütten.  

822 Personen erholten sich in Kurheimen und verbrachten dort 1708 Nächte, minus 0,7 Prozent.  

3015 Finnen erkoren in diesem Sommer Vorarlberg zum Reiseziel, 68,4 Prozent mehr als 2018.