1,1 Prozent: Vorarlberg spürt Konjunkturdelle

Markt / 17.12.2019 • 18:57 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die globale Konjunktureintrübung führte bei den Exporten zu einer Halbierung des Wachstums auf etwa drei Prozent und 154,5 Milliarden Euro. rauch
Die globale Konjunktureintrübung führte bei den Exporten zu einer Halbierung des Wachstums auf etwa drei Prozent und 154,5 Milliarden Euro. rauch

Wachstumsdynamik geht heuer deutlich zurück.

Wien Bislang war es stets so: Jene Bundesländer mit dem höchsten Industrieanteil standen beim Wirtschaftswachstum meist an vorderster Stelle. Das hat sich nun geändert. Nicht nur, dass sich die Wachstumsdynamik in allen Bundesländern allgemein einbremste, verzeichneten heuer vor allem dienstleistungsorientierte Regionen ein überdurchschnittliches Wachstum. Der Wachstumsbeitrag des produzierenden Bereiches war heuer teilweise deutlich schwächer als im Vorjahr. Das zeigt die aktuelle Bundesländeranalyse der UniCredit Bank Austria.

Aufgrund der Schwäche der globalen Konjunktur, insbesondere beim wichtigsten Handelspartner Deutschland, rechnet Chefökonom Stefan Bruckbauer mit einer Abschwächung des Wirtschaftswachstums 2019 in Österreich auf 1,5 Prozent nach 2,4 Prozent im Vorjahr.

Als einziges Bundesland kann die Steiermark mit einem Anstieg des realen Regionalprodukts von 2,4 Prozent ein Wachstum von über zwei Prozent vorweisen, was im Vorjahr noch sieben Bundesländer erreichten. profitiert wurde vom Anstieg der abgesetzten Produktion im Maschinenbau und in der Fahrzeugindustrie. Dahinter folgen die dienstleistungsorientierten Regionen Salzburg und Wien mit einem Anstieg von 1,8 Prozent bzw. 1,6 Prozent. Das Wachstum von Tirol lag mit 1,5 Prozent im Österreichschnitt, während Niederösterreich mit 1,3 Prozent leicht unterdurchschnittlich wuchs. Es folgen Kärnten sowie mit jeweils 1,1 Prozent Vorarlberg und Oberösterreich, die von der Konjunktur- und Exportschwäche in der Industrie am stärksten betroffen waren. Das Schlusslicht dürfte heuer das Burgenland mit einem Anstieg des Regionalprodukts von 1,0 Prozent gewesen sein.

„Die regionalen Wachstumsunterschiede waren heuer nicht mehr so hoch wie im Vorjahr.“