Sorge wegen Rohstoffsituation

Markt / 21.04.2021 • 22:18 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Industriekonjunktur in Vorarlberg weiter stabil. Preisentwicklungen sind Herausforderung.

Feldkirch „Solide, mit zahlreichen Herausforderungen der auslaufenden Corona-Pandemie“, so beschreibt Michael Amann, Geschäftsführer der Sparte Industrie in der Wirtschaftskammer, die aktuelle Situation der Industrieunternehmen in Vorarlberg.

Unverändert

Die aktuellste Konjunkturumfrage unter 43 Unternehmen mit insgesamt 23.693 Beschäftigten bestätigt das. So ist der Geschäftsklima-Index, der den Mittelwert aus der aktuellen Geschäftslage und der Einschätzung der Geschäftslage in sechs Monaten abbildet, ist gegenüber dem 4. Quartal exakt gleichgeblieben.

58 Prozent der befragten Unternehmen bezeichnen ihre aktuelle Geschäftslage als gut, während 19 Prozent von einer schlechten Situation sprechen. Getragen wird die derzeitige Konjunktur dabei von der weiterhin sehr guten Auslandsperformance der Industriebetrieben. Für 64 Prozent sind die aktuellen Stände ihrer Auslandsaufträge gut, für 22 Prozent saisonüblich.

Auch wollen mit 99 Prozent nahezu alle befragten Unternehmen ihren Mitarbeiterstand halten oder erweitern.

Preisentwicklung herausfordernd

Sorgen bereitet der Industrie allerdings die angespannte Rohstoffsituation und die damit verbundenen Preisentwicklungen etwa bei Stahl, Zement, Kunststoff oder Holz. „An diesen globalen Verwerfungen kommt auch Vorarlberg nicht vorbei. Überall steigen die Preise“, betont Amann. Deshalb geht knapp die Hälfte der Betriebe in den nächsten Monaten von höheren Verkaufspreisen aus. Das Hochfahren der Wirtschaft aus der weltweiten Krise heraus führe zu Verteuerungen sowie Engpässen. So würden etwa auch Container für die Exportwirtschaft künstlich verknappt, um höhere Preise erzielen zu können.

Unbedingt impfen lassen

Bezüglich Corona lautet der Appell der Industrie an Mitarbeiter und Bevölkerung, sich impfen zu lassen. „Testen, Impfen und der Grüne Pass sind die Mittel, die uns aus dieser Krise herausführen werden“, ist Amann überzeugt. VN-reh

„Der Industriemotor läuft, die Preisentwicklung gilt es aber genau zu beobachten.“