Steuernachzahlung im Fadenkreuz

Markt / 04.01.2022 • 22:05 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
LH Wallner: Rekurs der Illwerke auf offiziellem Weg.VN/Stiplovsek
LH Wallner: Rekurs der Illwerke auf offiziellem Weg.VN/Stiplovsek

Verdacht auf Interventionen: Wallner und illwerke vkw dementieren.

Wien, Bregenz Das Heimfallrecht der Illwerke und die damit zusammenhängende Steuerlast für den Stromkonzern sind derzeit im Fokus der beiden Nationalratsabgeordneten Gerald Loacker (Neos) und Reinhold Einwallner (SPÖ), die unerlaubte Interventionen von Landeshauptmann Markus Wallner im Finanzministerium zur Minderung der Steuern vermuten. Anlass ist eine Großbetriebsprüfung der Finanz im Jahr 2017, die eine kräftige Nachzahlung forderte.

Der Protest gegen die Nachzahlung erfolgte offiziell, versichert Landeshauptmann Markus Waller zur Causa, die von Loacker nun auch für eine parlamentarische Anfrage genutzt wird. Illwerke-Sprecher Andreas Neuhauser erklärt: „Die Illwerke haben die diesbezüglichen Bescheide der Großbetriebsprüfung beeinsprucht und mehrere renommierte Universitätsprofessoren um eine Stellungnahme gebeten. Alle diese Stellungnahmen kamen zum Ergebnis, dass die Feststellungen der Großbetriebsprüfung unrichtig sind.“ Das Finanzamt Feldkirch habe die Bescheide der Großbetriebsprüfung 2018 aufgehoben und die Rechtsansicht der Illwerke 2019 bestätigt. „Dabei stützte sich das Finanzamt Feldkirch auf die Stellungnahme von Experten des Finanzministeriums, die ebenfalls erklärten, dass die Sichtweise der Großbetriebsprüfung unrichtig ist“, so Neuhauser. VN-ram, sca

Dem Stromerzeuger Illwerke (Standort Rodund) werden Interventionen in Sachen Steuernachzahlungen vorgeworfen.VN/Steurer
Dem Stromerzeuger Illwerke (Standort Rodund) werden Interventionen in Sachen Steuernachzahlungen vorgeworfen.VN/Steurer

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