Vorsorgetrend verstärkt sich

Steigendes Sicherheitsbedürfnis: Uniqa mit gutem Geschäftsverlauf.
schwarzach 186.800 Kunden, 252,8 Millionen Euro an verrechneten Prämien und rund 30 Prozent Marktanteil: Das sind die Zahlen der Uniqa in Vorarlberg für das vergangene Jahr, das sich für die Versicherung somit sehr erfreulich entwickelte. Auch die ersten fünf Monate des heurigen Jahres waren sehr vielversprechend, betont Landesdirektor Markus Stadelmann.
Persönlicher Kontakt möglich
Innerhalb des ganzen Konzerns legte man ebenfalls zu, wie Vorstand Peter Humer erklärt. Trotz deutlicher Belastung durch Naturkatastrophen und Großschäden. Das Ergebnis vor Steuern (EGT) wuchs gegenüber dem ersten Coronajahr 2020 auf 382,3 Millionen Euro. Das gesamte verrechnete Prämienvolumen stieg um 14,2 Prozent auf 6,36 Milliarden Euro. Im ersten Quartal 2022 legte die Uniqa bei den Prämien noch mal um 4,3 Prozent zu. Dass der persönliche Kontakt zu Kunden nun wieder möglich ist, habe sehr geholfen, sagt Humer.
Während man in der Kfz-Sparte die Lieferschwierigkeiten der Händler zu spüren bekomme, steige die Nachfrage nach Vorsorgeprodukten. Das bestätigt auch Stadelmann. Eine Zurückhaltung bei den Kunden hinsichtlich Versicherungen aufgrund der aktuellen Situation spüre man nicht. „Vielmehr ist der Wunsch nach Sicherheit größer geworden. Neben Krankenversicherungen sind auch fondsgebundene Lebensversicherungen als Vorsorge gefragt.“
Das Thema Inflation beschäftigt aber auch den Versicherungskonzern. Denn dadurch werde jeder Schaden im Durchschnitt zwischen sechs und acht Prozent teurer. „Daher müssen wir die Verträge anpassen, damit es zu keiner Unterversicherung kommt“, so Humer. Das sei eine Situation, die man zuvor nicht kannte. „Die Herausforderung ist dabei, dass Preis-Leistung weiterhin stimmen muss.“
Vorarlberg ist übrigens Uniqa-Musterschüler. Man habe im Vergleich die höchste Dichte an Standorten und die höchste Produktivität. 255 Menschen arbeiten hier für die Versicherung.
Vorsprung erarbeitet
Wie das Jahr weitergeht? „Wir sehen gute Tendenzen, sind sehr gut gestartet und haben daher einen Vorsprung herausgearbeitet. Wir gehen also davon aus, dass wir das Jahr insgesamt gut abschließen“, sagt Stadelmann. Gleichzeitig schlägt die Uniqa auch einen grünen Weg ein. Bis 2040 will man klimaneutral sein.
In Vorarlberg setzt man auf
Photovoltaik, LED-Umstellung, E-Ladesäulen und die Abkehr von Gas. In der Zentrale in Bregenz, so Stadelmann, habe man gerade den Gaskessel außer Betrieb gestellt. VN-reh
Fakten
Uniqa Vorarlberg
Kunden 186.800
Verrechnete Prämien 2021
252,8 Millionen Euro (+2,7%)
Marktanteil rund 30 Prozent (Krankenversicherung 52%)
Leistungen 2021 179,5 Millionen Euro (+0,6%)
Standorte 37
Mitarbeitende und Partner 255