Ende der kalten Progression

Markt / 23.10.2022 • 17:45 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Ende der kalten Progression

Rankweil Der Nationalrat hat mit dem Teuerungs-Entlastungspaket II die (teilweise) Abschaffung der kalten Progression beschlossen. Dadurch soll der schleichenden Steuererhöhung bei Gehaltserhöhungen durch höhere Progressionsstufen entgegengewirkt werden. Ab dem Jahr 2023 kommt es zu einer automatischen Inflationsanpassung um zwei Drittel der Inflationsrate.

Für das Jahr 2023 ist eine Anhebung der Einkommensgrenzen um 3,47% bzw. 6,3% (bei den untersten Tarifstufen) vorgesehen. Die Einkommen werden ab dem Jahr 2023 wie folgt besteuert: bis 11.693 Euro (0%), 11.693 bis 19.134 Euro (20%), 19.134 bis 32.075 Euro (30%), 32.075 bis 62.080 Euro (41%), 62.080 bis 93.120 Euro (48%), 93.120 bis 1 Mill. Euro (50%) und darüber mit 55%.

Darüber hinaus erfolgte auch eine Anpassung von verschiedenen Absetzbeträgen. So wurden der Alleinverdiener- und Alleinerzieherabsetzbetrag, der Unterhaltsabsetzbetrag, der (erhöhte) Verkehrsabsetzbetrag und Pensionistenabsetzbetrag sowie der Höchstbetrag für die Rückerstattung der Sozialversicherung um 5,2% erhöht. Leider wurde der Veranlagungsfreibetrag (730 Euro), das Werbungskostenpauschale (132 Euro), die Tages- und Nächtigungsgelder (26,40 bzw. 15 Euro), die Umsatzgrenze für die Pauschalierung und die Luxusgrenze bei Pkw (40.000 Euro) nicht erhöht.

Auch die Familienbeihilfe und einige Sozialleistungen (z.B. Kinderbetreuungsgeld, Kinderabsetzbetrag, Studienbeihilfen, Krankengeld) werden künftig an die Inflation angepasst. Die Erhöhung für das Jahr 2023 beträgt für diese Leistungen 5,8%.

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Bahl Fend Bitschi Fend
Steuerberatung GmbH & Co KG

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