Metaller drohen mit Kampfmaßnahmen

Markt / 24.10.2022 • 20:49 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Metaller drohen mit Kampfmaßnahmen
“Die Beschäftigten sind kampfbereit”, kündigen die Gewerkschafter an.

KV-Verhandlungen in der dritten Runde erneut gescheitert.

Wien Die Kollektivvertragsverhandlungen für die Metalltechnische Industrie sind am Montag ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Die Arbeitgeber haben zwar nachgebessert und zu ihrem ursprünglichen Angebot einer Lohn- und Gehaltserhöhung um 4,1 Prozent eine Erfolgsbeteiligung angeboten, die bis zu 2,2 Prozent der Lohn- und Gehaltssumme ausmachen könnte. Die Gewerkschaften PRO-GE und GPA sind damit aber alles andere als zufrieden.

Der Vorarlberger PRO-GE-Vorsitzende Wolfgang Fritz spricht von einem “unverschämten Angebot”. Marcel Gilly von der GPA Vorarlberg sagt: “Das ist nicht nur viel zu wenig, das ist einfach untragbar.” Aufgrund der gescheiterten Gespräche wurde für den 2. November eine große Betriebsrätekonferenz in St. Pölten anberaumt. Am 3. November findet die vierte Verhandlungsrunde statt. “Von unserer Seite bleibt die Forderungen von 10,6 Prozent aufrecht. Sollte es zu keiner Einigung kommen, werden die Betriebsversammlungen österreichweit am darauffolgenden Montag wieder aufleben”, kündigt Gilly an.

“Fette Gewinne”

Die Arbeitgeber sehen in ihrem Angebot eine Brutto-KV-Erhöhung von bis zu 6,3 Prozent und ein “deutlich verbessertes Angebot”. Wolfgang Fritz protestiert: “Während sich die Manager mit fetten Gewinnen die Taschen vollstopfen, sollen die Beschäftigten nicht einmal die Inflation abgegolten bekommen. Außerdem fordern sie auch noch mit mehr Sonn- und Feiertagsarbeit Verschlechterungen bei den Rahmenbedingungen”, betont der PRO-GE-Vorsitzende.

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