Giftiger Cocktail für die Industrie

Markt / 25.10.2022 • 22:09 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Sand im Getriebe der Industrie. AP
Sand im Getriebe der Industrie. AP

Industriekonjunktur: Düstere Stimmung wegen Krisen.

Lustenau 37 Vorarlberger Unternehmen mit rund 22.000 Beschäftigten machen sich sorgen um Zukunft. Sie haben sich an der aktuellen Konjunkturumfrage der Industriellenvereinigung Vorarlberg und der Sparte Industrie der Wirtschaftskammer im dritten Quartal 2022 beteiligt. Der Geschäftsklimaindex der Vorarlberger Industrie, also der Mittelwert der Einschätzung zur aktuellen Geschäftslage und jener in sechs Monaten, ist nach seinen deutlichen Verschlechterungen in den letzten beiden Quartalen noch einmal massiv gefallen. Mit aktuell -10,40 Prozentpunkten ist er so tief wie zuletzt zu Beginn der Corona-Pandemie und in der Wirtschaftskrise 2008. 48 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass sich die Geschäftslage in sechs Monaten verschlechtern wird, 49 Prozent erwarten außerdem eine schlechtere Ertragssituation. Für Christian Zoll, Geschäftsführer der IV-Vorarlberg, zeigt das Ergebnis, wie herausfordernd die Lage in der Industrie aktuell ist: „Die momentane Situation rund um die hohe Inflation, Energiepreise und die Lieferketten-Probleme, kombiniert mit einer weiterhin nicht überwundenen Corona-Pandemie hinterlassen Spuren. Die stark exportorientierte Wirtschaft in Vorarlberg kämpft mit Unsicherheiten auf den Weltmärkten. Dieser giftige Cocktail führt zu einem bedenklichen Ergebnis: Die Stimmung in der Industrie ist seit dem Beginn des Geschäftsklimaindexes vor über 20 Jahren erst zum dritten Mal so schlecht wie derzeit.“   

Dies wirkt sich auch auf den Beschäftigtenstand aus: 39 Prozent der Befragten gehen von einem fallenden Mitarbeiterstand in drei Monaten aus, 43 Prozent noch von einem gleichbleibenden Stand. Lediglich 18 Prozent der Befragten rechnen noch mit einer steigenden Mitarbeiterzahl.

Industriekonjunktur

64 Prozent der Elektroindustrie bezeichnen Geschäftslage als „gut“,
0 Prozent glauben, dass sie so bleibt.

55 Prozent der Verpacker glauben an Verbesserung, 36 sind derzeit zufrieden mit der Geschäftslage.

 

5 Prozent der Maschinen- und Metallindustrie sind zufrieden, 0 Prozent glauben nicht an Aufschwung.

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