Grundstücke: Nein zu Preisobergrenzen

Markt / 30.11.2022 • 18:25 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Eigentümervereinigung begrüßt Bodenfonds, hat aber rote Linien.

Dornbirn Die Vorarlberger Eigentümervereinigung begrüßt die Schaffung eines Bodenfonds in Vorarlberg. Wie Präsident Markus Hagen erklärt, werde man mit allen Beteiligten an einem Strang ziehen, wenn es um leistbares Bauen und Wohnen geht. Als Interessenvertretung mit mehr als 7500 Mitgliedern handle man auch im Interesse sehr vieler Grundbesitzer. „Auch für diese Menschen sind die hohen Kosten ein Thema, denn bei den allerwenigsten handelt es sich um Großgrundbesitzer oder Investoren.“

Günstiger bauen

Allerdings sehe man im Bodenfonds viel mehr Potenzial als nur die Schaffung einer Einrichtung, die mit öffentlichem Geld Grundstücke kauft und sie dann günstiger an Bauträger für den gemeinnützigen Wohnbau weitergibt. „Der Bodenfonds sollte sich zu einer Institution mit fachlicher Expertise entwickeln.“ Er könnte sich auch damit befassen, wie man günstiger bauen kann. „Wir haben in Vorarlberg ein sehr hohes Wohnniveau, und das kostet nun einmal viel Geld. Aber nicht alle Menschen wollen das. Vielen wäre auch ein Haus oder eine Wohnung lieber, die nicht jeden technischen Schnickschnack bietet und dafür günstig ist.“ Mit verkraftbaren Abspeckungen könnte man die Baukosten deutlich senken.

Keine Zustimmung werde es bezüglich des mitunter angedachten Vorkaufsrechtes für den Bodenfonds und die mögliche Festlegung von Preisobergrenzen bei Grundstücken geben. „Wer nur dem Bodenfonds zu einem vorgegebenen Preis verkaufen darf, der verkauft sein Grundstück nur dann, wenn er es wirklich muss. Alle anderen halten ihre Grundstücke zurück“, prognostiziert Hagen. Dadurch sinke erneut das Angebot verfügbarer Grundstücke.

„Vielen wäre auch eine Wohnung lieber, die nicht jeden technischen Schnickschnack bietet.“

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