Holzverpackungshersteller investiert Millionen in Expansion

Markt / 10.10.2023 • 06:00 Uhr
Visualisierung des Erweiterungsbaus des aufstrebenden Verpackungsunternehmens, der in Mäder entstehen soll. <span class="copyright">Juniwind Architektur</span>
Visualisierung des Erweiterungsbaus des aufstrebenden Verpackungsunternehmens, der in Mäder entstehen soll. Juniwind Architektur

Firma will zukünftig auch in neue Kundenbereiche vorstoßen.

Mäder Die vor allem in der Herstellung von Holzverpackungen und Holzpaletten tätige Thomas Pointner GmbH steht vor einer millionenschweren Großinvestition an ihrem Firmenstammsitz in Mäder. Das Unternehmen plant eine Erweiterung der Produktions- und Büroflächen im Umfang von etwa 3000 Quadratmeter. Damit werde die reine Produktionsfläche von derzeit 1000 auf dann 3700 Quadratmeter ansteigen, wie der geschäftsführende Alleingesellschafter Thomas Pointner erklärt. 

Acht Millionen Euro inklusive Grundstück

Für die Erweiterung seien zuletzt rund 4000 Quadratmeter angrenzende Grundstücksflächen erworben worden. Aktuell befinde man sich in der Projektentwicklungsphase. Im besten Fall werde man noch heuer den Bauantrag stellen, spätestens Anfang 2024. Mit der Fertigstellung rechnet Pointner dann innerhalb eines Jahres. Das Investitionsvolumen inklusive Grundstückskauf und Modernisierung des Maschinenparks beziffert er mit rund acht Millionen Euro. Nach der Fertigstellung sollen die für diverse Zwecke angemieteten Lagerflächen in der Kummenbergregion aufgelassen werden.

Holzverpackungen und -paletten

Pointner produziert pro Jahr rund 500.000 Holzverpackungen und Holz-Sonderpaletten. Die Kundinnen und Kunden befinden sich vor allem in Vorarlberg und im Schweizer Rheintal. Derzeit stamme die Kundschaft insbesondere aus dem Industriegüterbereich, wo in der Regel keine Großserien erforderlich seien. Mit dem modernisierten Maschinenpark könne man dann jedoch auch etwa in die Lebensmittelbranche vordringen, die verstärkt genau diese Großserien benötige. Die Investition in den Maschinenpark bringe zudem eine deutliche Verkürzung der Rüstzeiten mit sich. Dadurch könne man rasch auf individuelle Kundenbedürfnisse reagieren. Grundsätzlich produziere man “direkt in den Lkw”, ein eigenes großes Lager mit viel Bevorratung werde nicht angestrebt.

Thomas Pointner, geschäftsführender Gesellschafter.<span class="copyright"> FA</span>
Thomas Pointner, geschäftsführender Gesellschafter. FA

Das Holz – zumeist sägeraue Bretter und Kanthölzer – stamme zu “mehr als 80 Prozent” aus Vorarlberg und dem süddeutschen Raum. Die verbleibenden 20 Prozent importiere man aus diversen Ländern Europas, allerdings nicht aus Preisgründen. “Das für spezielle Holzverpackungen erforderliche Holz ist in den notwendigen Qualitäten hierzulande nicht zu bekommen.”

Vier Millionen Euro Umsatz

Im Geschäftsjahr 2022 erzielte die Thomas Pointner GmbH einen Umsatz von rund vier Millionen Euro. Für heuer rechnet Pointner mit einer konstanten Entwicklung, obwohl die abgefragten Mengen quer durch alle Branchen rückläufig seien. Dieses Niveau-Halten gelinge dem Unternehmen, obwohl auch die Rohstoffpreise wieder rückläufig seien, was sich auch auf das Geschäftsvolumen auswirke. Aber durch eine starke Neukundenakquisition könne man das ausgleichen.

Mehr Arbeitsplätze

Das Unternehmen wurde 2006 gegründet und war ursprünglich nur in den Bereichen Sonderfällungen, Grünraumdienstleistungen und Winterdienst tätig. Im Jahr 2015 startete Pointner zusätzlich mit der Produktion von Holzverpackungen und -paletten. Aktuell beschäftigt die Thomas Pointner GmbH zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Nach der Fertigstellung der Erweiterung soll es eine spürbare Aufstockung geben.