Nüziger Anlagenbauer gewinnt Millionen-Auftrag für Zürcher Energiezentralen

Markt / 12.02.2026 • 17:23 Uhr
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Gleich drei dieser Energiezentralen werden im Großraum Zürich errichtet – einen maßgeblichen Anteil an der Anlage hat ein Unternehmen aus Nüziders.

Das Unternehmen hat die Energie und Umwelt in seinen Grundwerten fest verankert – und liefert innovative Lösungen für nachhaltige Energieerzeugung und -nutzung: Nicht nur in Zürich.

Nüziders, Zürich In Zeiten der allgemeinen Umbrüche, aber auch der Klimawende stellen Ökonomen wie Politiker gerne die sogenannte “Green Economy” als Wachstumsbranche par ex­cel­lence ins Rampenlicht. Dass man mit klugen Lösungen, Innovationen gepaart mit höchstem handwerklichen Anspruch in diesem Bereich punkten kann, zeigt das Nüziger Unternehmen Wagner GmbH. Firmenchef Martin Wagner wurde für seine unternehmerische Weitsicht und sein Engagement für nachhaltige Energielösungen bereits mit dem Vorarlberger KMU-Preis ausgezeichnet. Der Ruf des Unternehmens, das 100 Mitarbeiter beschäftigt, ist auch in der Schweiz vernommen worden.

Nüziger Anlagenbauer gewinnt Millionen-Auftrag für Zürcher Energiezentralen
Im Betrieb in Nüziders werden komplexe Anlagen nicht nur geplant, sondern auch von hochkarätigen Spezialisten gebaut. FA

Deshalb wurde der Anlagenbau bereits 2023 vom Zürcher Energie- und E-Mobilitätsunternehmen Energie 360 – Haupteigentümer des ehemals auf die Gasversorgung spezialisierten Energieversorgers ist die Stadt Zürich – nach einem gut besetzten Auswahlverfahren mit der Planung von drei Energiezentralen beauftragt. Nun legt der Schweizer Energiekonzern auch einen guten Teil der Realisierung der Projekte in die Hand des Vorarlberger Spezialisten.

CO₂-neutral

Mit der Nutzung von Abwärme aus Rechenzentren entstehen im Großraum Zürich drei moderne Energiezentralen, die künftig ganze Ortsteile CO₂-neutral mit Wärme und Warmwasser versorgen werden. Mit den Projekten verfolgt Energie 360 das Ziel, den Energieverbrauch im Kanton Zürich deutlich zu senken und einen wesentlichen Beitrag zur Dekarbonisierung der regionalen Energieversorgung zu leisten. Die Standorte der Energiezentralen befinden sich in Regensdorf, Dielsdorf und Volketswil. Die Anlage in Dielsdorf ist bereits errichtet, seit einigen Wochen läuft dort die Installation der technischen Komponenten. In Volketswil, dem größten der drei Standorte, haben die Vorbereitungsarbeiten begonnen, der Installationsstart ist für April vorgesehen. Die ersten Wärmelieferungen aus den neuen Energiezentralen sollen ab Herbst erfolgen.

Nüziger Anlagenbauer gewinnt Millionen-Auftrag für Zürcher Energiezentralen
Firmenchef Martin Wagner: “Da wir bereits in die gesamte Projektentwicklung eingebunden waren, konnten wir unser technisches Know-how besonders wirkungsvoll einbringen.” VN

Realisiert werden die Anlagen unter maßgeblicher Beteiligung der Wagner GmbH. Das aktuelle Auftragsvolumen für diese erste Phase beläuft sich auf rund zwölf Millionen Euro, informiert das Vorarlberger Unternehmen, das im vergangenen Jahr einen Umsatz von 25 Millionen Euro generieren konnte. Und nicht nur aufgrund des Zürcher Projektes sei die Auftragslage auch für heuer gut, berichtet Martin Wagner im Gespräch mit den VN.

Spezielles Know-how

Die Wagner GmbH bringt umfangreiche Erfahrung im Anlagenbau von Energiezentralen sowie spezielles Know-how im Bereich groß dimensionierter Wärmepumpenanlagen in das Projekt ein. Der Geschäftsführer betont: “Da wir bereits in die gesamte Projektentwicklung eingebunden waren, konnten wir unser technisches Know-how besonders wirkungsvoll einbringen.” Projektleiter Anton Mündle ergänzt: “Wir sind sehr stolz darauf, als einziges ausländisches Unternehmen in diesem Projekt die Auftraggeber mit unserer Kompetenz überzeugt zu haben.”

Die Anlagen nutzen die Abwärme aus Datenzentren auf einem Temperaturniveau von rund 35 Grad Celsius. Mithilfe leistungsstarker Wärmepumpen wird diese auf ein höheres Niveau angehoben und anschließend in Fernwärmenetze eingespeist. Die Gesamtleistung der drei Energiezentralen liegt zwischen 20 und 100 Megawatt, wobei die installierte Wärmepumpenleistung im Endausbau 10 bis 80 Megawatt betragen wird.