Sozialplan bei Alpla abgesegnet: Darauf wurde geachtet

Vor knapp einem Monat gab der Verpackungskonzern den Arbeitsplatzabbau am Hauptsitz in Hard bekannt. Nun steht nach intensiven Verhandlungen mit Betriebsrat und GPA der Sozialplan.
Hard Nach intensiven Verhandlungen in den vergangenen Tagen und Wochen einigten sich Unternehmensleitung, Betriebsrat und Gewerkschaft auf einen Sozialplan für die von den Restrukturierungsmaßnahmen betroffenen 155 Beschäftigten des Verpackungskonzerns Alpla am Stammsitz in Hard. “Für uns stand während der gesamten Verhandlungen ein Grundsatz im Mittelpunkt, dass die soziale Betroffenheit der Menschen stärker wiegen muss als reine Zahlen”, so GPA-Geschäftsführer Marcel Gilly. “Ein Sozialplan ist weit mehr als eine finanzielle Vereinbarung. Er ist ein Schutzschirm für Menschen, die in eine schwierige Lebensphase unverschuldet kommen.” Ziel der Verhandlungen zum Sozialplan sei es, Sicherheit zu schaffen und soziale Härten bestmöglich abzufedern, so Gilly weiter. Im Sozialplan wurden die unterschiedlichen Lebensrealitäten der Beschäftigten in den Verhandlungen berücksichtigt. Deshalb wurde von den Vertretern der Firmenleitung und den Arbeitnehmervertretern besonderes Augenmerk auf soziale Kriterien gelegt.

Und darauf wurde bei den Verhandlungen des Alpla-Sozialplans besonders geachtet: auf alleinerziehende Beschäftigte, Arbeitnehmer:innen mit pflegebedürftigen Angehörigen, Eltern mit Kindern im Alpla-Kindergarten, langjährig Beschäftigte, ältere Arbeitnehmer:innen mit erschwerten Chancen am Arbeitsmarkt sowie Mitarbeitende mit besonderen familiären Belastungen. Der Sozialplan trägt dieser Vielfalt Rechnung und schaffe dort Unterstützung,
wo sie am dringendsten benötigt wird.
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Perspektive und Sicherheit
Gemeinsam mit dem Betriebsrat und den Vertretern der Firma sei es gelungen, ein Ergebnis zu erzielen, das den betroffenen Beschäftigten Perspektiven, finanzielle Absicherung und ein Stück Sicherheit in einer herausfordernden Zeit biete. “Ein Stellenabbau bleibe für die Betroffenen ein schwerer Einschnitt. Umso wichtiger war es, in intensiven Gesprächen mit den Verantwortlichen des Unternehmens starke Lösungen zu finden. Der abgeschlossene Sozialplan sei ein Zeichen von Verantwortung gegenüber den Beschäftigten, die mit ihrer Arbeit wesentlich zum Erfolg des Unternehmens beigetragen haben”, resümiert der Gewerkschafter, der von herausfordernden Bedingungen, aber auch von einem konstruktiven Klima bei den Verhandlungen spricht. Betriebsrat und GPA werden die Umsetzung des Sozialplans weiterhin begleiten und den betroffenen Beschäftigten unterstützend zur Seite stehen. Der Arbeitsplatzabbau soll bis Ende des Jahres erfolgen – ob schlussendlich tatsächlich 155 Mitarbeiter die Arbeit verlieren, so ist aus dem Unternehmen zu hören, sei noch Gegenstand von Gesprächen und Überlegungen im Unternehmen.