Mehr als 10.500 Menschen in Vorarlberg ohne Job

Markt / 03.08.2026 • 10:15 Uhr
Mehr als 10.500 Menschen in Vorarlberg ohne Job

Rückgänge in Industrie und Handel treiben die Arbeitslosigkeit um 8,5 Prozent nach oben.

Bregenz Die Arbeitslosigkeit in Vorarlberg ist im Jahresvergleich erneut gestiegen. Insgesamt waren zuletzt 10.555 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 8,5 Prozent mehr als vor einem Jahr und der höchste anstieg im Bundesländervergleich. “Die ausbleibende wirtschaftliche Erholung hält den Vorarlberger Arbeitsmarkt weiterhin unter Druck”, erklärt AMS-Landesgeschäftsführer Bernhard Bereuter. Vor allem der Beschäftigungsrückgang in der Industrie und im Handel wirke sich deutlich auf den Arbeitsmarkt aus. “Die geringere Personalnachfrage führt zu einem spürbaren Anstieg der Arbeitslosigkeit.”

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Ältere besonders betroffen

Besonders betroffen sind ältere Arbeitskräfte. Die Zahl der arbeitslosen Personen über 50 Jahre stieg binnen eines Jahres um 16,2 Prozent auf 3245. Als Gründe nennt Bereuter zum einen den Personalabbau in den Unternehmen, von dem ältere Beschäftigte stärker betroffen seien. Zum anderen würden Arbeitslose dieser Altersgruppe bei der Besetzung offener Stellen nach wie vor zu wenig berücksichtigt. Das AMS verweist in diesem Zusammenhang auf bestehende Förderprogramme. “Wir dürfen keine Personengruppe von vornherein ausschließen”, betont Bereuter.

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AMS-Landesgeschäftsführer Bernhard Bereuter.Pgr

Eine positive Entwicklung zeigt sich hingegen bei den Jugendlichen: In der Altersgruppe der 15- bis 20-Jährigen ging die Arbeitslosigkeit um ein Prozent zurück.

Ausbildung als Knackpunkt

Auffällig ist zudem das Ausbildungsniveau vieler Arbeitssuchender. Knapp die Hälfte der Arbeitslosen – 4732 Personen beziehungsweise 44,8 Prozent – verfügt als höchsten Bildungsabschluss lediglich über einen Pflichtschulabschluss. Das erschwert die Chancen auf eine rasche Vermittlung in den Arbeitsmarkt erheblich.

Österreichweiter Anstieg

Auch österreichweit hat die schwache Konjunkturentwicklung die Zahl der Arbeitslosen und AMS-Schulungsteilnehmer steigen lassen. Ende Juli waren 364.200 Personen beim Arbeitsmarktservice arbeitslos oder in Schulung gemeldet. Das ist ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahresmonat von 1,3 Prozent. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,2 Prozentpunkte auf 6,9 Prozent.

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