Moscheepläne in Dornbirn: “Statt importieren – integrieren!”

Markt / 02.09.2026 • 16:48 Uhr
Moscheepläne in Dornbirn: "Statt importieren – integrieren!"

Jetzt also eine weitere Moschee. Diesmal in Dornbirn, für bis zu 400 Menschen. Religionsfreiheit? Selbstverständlich. Sie ist ein Grundrecht und gilt für Christen, Muslime, Juden und alle anderen gleichermaßen. Aber vielleicht sollten wir endlich über eine andere Frage reden: Wie viel Anpassung darf eine Gesellschaft eigentlich von Menschen erwarten, die zu ihr kommen?

Wer diese Frage stellt, ist nicht ausländerfeindlich. Im Gegenteil. Vorarlberg wäre ohne Zuwanderung wirtschaftlich und gesellschaftlich nicht dort, wo es heute steht. Tausende Menschen unterschiedlichster Herkunft sind längst selbstverständlicher Teil unseres Landes. Aufgrund des schwachen Bevölkerungswachstums benötigen wir auch zukünftig Zuzug! Integration ist aber keine Einbahnstraße.

Unser (noch) lebenswertes Ländle ist historisch von einer christlich-abendländischen Kultur geprägt. Von bestimmten Vorstellungen über Freiheit, Gleichberechtigung, Rechtsstaat, Sprache, Feiertage (zu viele an Arbeitstagen!) und das Zusammenleben von Frauen und Männern. Man muss nicht jeden Sonntag in die Kirche gehen, um anzuerkennen, dass diese Geschichte unsere Gesellschaft geprägt hat. Kirche ist überall.

Und genau hier wächst bei vielen Menschen das Unbehagen. Während wir selbst immer vorsichtiger und zurückhaltender mit unseren Traditionen, Symbolen und unserer eigenen Identität umgehen, entstehen zunehmend sichtbare religiöse und kulturelle Strukturen anderer Gemeinschaften. Wer diese Entwicklung hinterfragt, wird schnell in eine Ecke gestellt. Das ist ein schwerer Fehler. Denn gleichzeitig zeigt sich, dass Integration leider keineswegs überall gelungen ist. In Vorarlbergs Schulen hatten 2023/24 bereits rd. 25,7 Prozent der Schülerinnen und Schüler eine nichtdeutsche Umgangssprache. In Volks-, Mittel- und Polytechnischen Schulen liegt der Anteil teilweise zwischen rd. 31 und rd. 43 Prozent. Noch wichtiger: 2228 Pflichtschüler hatten 2023/24 einen ausgewiesenen Deutschförderbedarf – deutlich mehr als fünf Jahre zuvor. Das sind keine Argumente gegen die wichtige Zuwanderung. Das sind Argumente für eine konsequente Integrationspolitik, die endlich Ansprüche stellt. Wer dauerhaft bei uns lebt, soll dazugehören. Aber dazugehören heißt: Deutsch lernen. Unsere Gesetze ohne Wenn und Aber akzeptieren. Gleichberechtigung leben. Unsere Kultur respektieren. Und sich nicht dauerhaft in Parallelwelten zurückziehen. Natürlich darf eine muslimische Gemeinde eine Moschee errichten, wenn alle rechtlichen und städtebaulichen Voraussetzungen erfüllt sind. Aber eine Stadt darf genauso selbstbewusst sagen, wie sich ein solches Gebäude in das Stadtbild einzufügen hat. Religionsfreiheit bedeutet nicht Anspruch auf jede Architektur, jede Dimension und jedes Symbol an jedem Standort. Vor allem aber sollten wir aufhören, jede kritische Diskussion darüber moralisch abzuwürgen. Wenn die demokratische Mitte berechtigte Sorgen nicht mehr ausspricht, überlässt sie das Thema den politischen Rändern (“links und rechts”). Vielleicht sollte die Politik deshalb weniger darüber nachdenken, was man den Menschen noch alles zumuten kann – und wieder stärker darauf hören, was sie beschäftigt. Toleranz ist keine Selbstaufgabe. Wer möchte, dass Menschen unsere Heimat zu ihrer Heimat machen, muss ihnen auch erklären können, was diese Heimat ausmacht.

Aber dazugehören heißt: Deutsch lernen. Unsere Gesetze ohne Wenn und Aber akzeptieren. Gleichberechtigung leben. Unsere Kultur respektieren. Und sich nicht dauerhaft in Parallelwelten zurückziehen. Natürlich darf eine muslimische Gemeinde eine Moschee errichten, wenn alle rechtlichen und städtebaulichen Voraussetzungen erfüllt sind. Aber eine Stadt darf genauso selbstbewusst sagen, wie sich ein solches Gebäude in das Stadtbild einzufügen hat. Religionsfreiheit bedeutet nicht Anspruch auf jede Architektur, jede Dimension und jedes Symbol an jedem Standort. Vor allem aber sollten wir aufhören, jede kritische Diskussion darüber moralisch abzuwürgen. Wenn die demokratische Mitte berechtigte Sorgen nicht mehr ausspricht, überlässt sie das Thema den politischen Rändern (“links und rechts”).

Vielleicht sollte die Politik deshalb weniger darüber nachdenken, was man den Menschen noch alles zumuten kann – und wieder stärker darauf hören, was sie beschäftigt. Toleranz ist keine Selbstaufgabe. Wer möchte, dass Menschen unsere Heimat zu ihrer Heimat machen, muss ihnen auch erklären können, was diese Heimat ausmacht.