Sebastian Kurz spricht beim Vorarlberger Wirtschaftsforum

und Mitgründer von DREAM. privat
Der Ex-Bundeskanzler ist heute Präsident von DREAM, einem Unternehmen für souveräne KI-Lösungen und Cybersicherheit.
Bregenz: Mit 27 Jahren wurde er Österreichs jüngster Außenminister, mit 31 Jahren jüngster Bundeskanzler der Republik und damals jüngster Regierungschef der Welt. Heute beschäftigt sich Sebastian Kurz nicht mehr mit Regierungspolitik, sondern mit einer Frage, die für Staaten und Unternehmen zunehmend strategische Bedeutung bekommt: Wer behält die Kontrolle über Künstliche Intelligenz?
Fünf Jahre nach seinem Rückzug aus der Politik ist Kurz als Unternehmer, Investor und Berater international tätig. Als Co-Founder und Präsident von DREAM widmet er sich KI-Lösungen und Cybersicherheit. Das Unternehmen mit Standorten in Wien, Abu Dhabi und Tel Aviv ist mittlerweile mit drei Milliarden US-Dollar bewertet.

Für Angriff oder für Abwehr
Wie eng KI und Sicherheit inzwischen miteinander verbunden sind, zeigte DREAM erst vor wenigen Tagen mit einer Analyse eines weitgehend autonomen Cyberangriffs auf Regierungsstellen in Asien. Dabei kamen frei verfügbare KI-Agenten zum Einsatz. Der Fall macht deutlich, wie schnell sich die Möglichkeiten Künstlicher Intelligenz verändern und dass dieselben Technologien sowohl für Angriffe als auch für deren Abwehr eingesetzt werden können.
Für Unternehmen stellt sich damit eine Frage, die weit über klassische IT-Sicherheit hinausgeht: Wie lassen sich Daten, digitale Prozesse und Geschäftsmodelle schützen, wenn KI zunehmend selbstständig agieren kann? Und wie viel Kontrolle sollten Unternehmen und Staaten über jene Technologien behalten, die künftig zentrale Bereiche von Wirtschaft und Gesellschaft mitbestimmen?

Mehr Eigenständigkeit
Beim Vorarlberger Wirtschaftsforum am 12. November im Festspielhaus Bregenz diskutiert Sebastian Kurz darüber gemeinsam mit Christian Rainer, dem ehemaligen Chefredakteur und Herausgeber des Nachrichtenmagazins “profil”. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Europa bei Künstlicher Intelligenz und Technologie wieder mehr Kontrolle und Eigenständigkeit gewinnen kann.
Kurz formuliert seine Position zugespitzt: Wer die Kontrolle über seine KI verliere, verliere langfristig auch einen Teil seiner staatlichen Souveränität. Für Unternehmen geht es dabei um mehr als politische Unabhängigkeit. Technologische Abhängigkeiten, der Schutz sensibler Daten und die Verfügbarkeit kritischer Systeme können zu entscheidenden Faktoren für Wettbewerbsfähigkeit und Sicherheit werden.
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Weitere Top-Speaker
Damit ergänzt Sebastian Kurz die bisherigen Perspektiven des Vorarlberger Wirtschaftsforums um einen weiteren zentralen Zukunftsaspekt. Franz Schellhorn richtet den Blick auf die finanzielle Handlungsfähigkeit des Staates und die Folgen für kommende Generationen. Alpla-CEO Philipp Lehner hinterfragt in seiner Keynote “Führung gegen den Mainstream” gängige Managementpraktiken und plädiert für mehr Fokus und Eigenverantwortung. Juliane Hefel, Senior Vice President bei PPG Industries, beschäftigt sich mit Innovation, Künstlicher Intelligenz und der Fähigkeit von Unternehmen, Veränderung aktiv zu gestalten.



Neben den Keynotes und Gesprächen bietet das Wirtschaftsforum auch heuer Deep Dives zu den vier Schwerpunkten Innovation, Künstliche Intelligenz, Politik und Finanzen. In kleineren Gruppen können die Themen gemeinsam mit Expertinnen und Experten vertieft, Fragen diskutiert und konkrete Erfahrungen ausgetauscht werden.
Tickets gibt es noch eine Woche zu einem vergünstigten Super-Early-Bird-Preis. Alle Infos unter wirtschaftsforum.vn.at