“Jeder sieht, was der Klimawandel macht”

Das Lustenauer Haustechnikunternehmen Walter Bösch wächst mit umfassender Klimaexpertise und einem lückenlosen Service. Dafür wird stark in Fachkräfte und Ausbildung investiert.
Lustenau Dass die Firma Heizbösch nun schon seit etlichen Jahren unter dem Namen Bösch und dem Zusatz “Heizung, Klima, Lüftung” firmiert, war die richtige Entscheidung des Managements. Denn kein Sommer zuvor führte uns vor Augen, wie wichtig die richtige Klimatisierung von Gebäuden ist und auch bleiben wird. Das zeigt die Nachfrage nach Kältelösungen und Klimatisierung, die deutlich wächst – sowohl im gewerblichen als auch im privaten Bereich”, wie Robert Janschek, Unternehmenssprecher des Lustenauer Unternehmens, im Gespräch mit den VN bestätigt. “Jeder kann sehen, was der Klimawandel macht.”

Dabei war der Start ins Jahr 2026 verhalten. Der überdurchschnittlich lange Winter habe dazu geführt, dass die Bautätigkeiten ebenso wie Sanierungsprojekte später als üblich anliefen. Und da ist die immer noch kriselnde Bauwirtschaft, die eine gewisse Investitionszurückhaltung spürbar gemacht habe. Doch in den vergangenen Monaten habe die Nachfrage in allen Bereichen deutlich angezogen, erklärt Janschek.
Export wird ausgebaut
Die Zeichen stehen bei Bösch jedenfalls auf Wachstum. Während heuer mit einem Umsatz in Höhe des Vorjahres, also gut 144 Millionen Euro, gerechnet wird, soll der Export weiter ausgebaut werden – im laufenden Jahr konnte “die Exportquote signifikant gesteigert werden”. Der Fokus liege dabei auf dem DACH-Raum, zusätzliche Exporterfolge habe man in Tschechien realisieren können. “Die Präsenz in Deutschland und der Schweiz wird kontinuierlich ausgebaut.” Dafür setzt der Klima-Spezialist auf das größte Kapital des Unternehmens – die fast 750 Mitarbeitenden, die regelmäßig für die Höchstbewertung “Service-Excellence-Zertifikat in Gold” u. a. des Kundendienstverbandes Österreich sorgen.

Der 24/7-Service des Lustenauer Unternehmens, das Niederlassungen in Innsbruck, Bergheim, Leonding, Wien, Feldkirchen, Klagenfurt, Günzburg (D) sowie Tochtergesellschaften und Vertriebspartner in Österreich, der Schweiz, Deutschland und Skandinavien hat, um nur einige zu nennen, bleibt ein wichtiger Trumpf in der Firmenstrategie. Deshalb haben Ausbildung und Weiterentwicklung der eigenen Mitarbeitenden bei Bösch einen sehr hohen Stellenwert. “Einen neuen Höchststand haben wir heuer bei der Lehrausbildung: Zehn junge Menschen haben gerade ihre Ausbildung begonnen, insgesamt beschäftigt das Unternehmen damit aktuell 27 Lehrlinge”, so Janschek. Von Anfang an habe man auch das duale Studium an der FH Vorarlberg aktiv unterstützt. 2026 sind zwei neue Dualstudierende dazugekommen, aktuell absolvieren damit fünf junge Menschen ein solches Studium. Alle neuen Technikerinnen und Techniker werden rund 41 Tage im firmeneigenen Schulungszentrum in Lustenau trainiert. Der personelle Schwerpunkt betreffe mit Blick auf Weiteres auch die Führungsebene, die auf eine breitere Basis gestellt werde.
Trotz der geografischen Expansion bleibe Vorarlberg ein wichtiger Markt für Bösch. Bei Tischler Rohstoff in Hohenems realisierte die Firma Lösungen in den Bereichen Lüftungstechnik, Wärmepumpen und Steuerung. Beim Gesundheitscampus Bludenz kamen raumlufttechnische Geräte zum Einsatz, und auch beim Projekt Thermische Seewassernutzung Bregenz war Bösch im Bereich Gebäudeautomation tätig, zählt Janschek einige große Projekte auf.
Und in der sensiblen Klima-Branche ist auch die Nachhaltigkeitsbilanz ein Thema. Bösch hat den Anteil der E-Pkw 2025 nochmals um fünf Prozent gesteigert. Mit moderner Wärmepumpentechnologie wurden am Standort Klagenfurt im letzten Jahr rund 22 Tonnen CO₂ eingespart. Und die PV-Anlagen in Lustenau und an weiteren Standorten erzeugten 2025 insgesamt 216.030 kWh Strom.