Die Queen lässt Enkel Harry gehen

Menschen / 13.01.2020 • 22:13 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Queen Elizabeth II., Prinz Charles und Prinz William (im Bild mit Prinz George) wurden laut Medienberichten von der Rückzugsankündigung überrascht. Reuters
Queen Elizabeth II., Prinz Charles und Prinz William (im Bild mit Prinz George) wurden laut Medienberichten von der Rückzugsankündigung überrascht. Reuters

Harry und Meghan wurde eine „Übergangsperiode“ gewährt.

Sandringham Die britische Königin Elizabeth II. hat auf einer Krisensitzung Prinz Harry (35) und Herzogin Meghan (38) ihren Segen für deren neue Pläne gegeben. Das Paar hatte überraschend angekündigt, künftig viele royale Verpflichtungen aufzugeben und abwechselnd in Großbritannien und Kanada zu leben. Die Diskussionen auf ihrem Landsitz in Sandringham seien „sehr konstruktiv“ gewesen, teilte die 93 Jahre alte Monarchin am Montag nach dem Treffen mit. Kommentatoren bezeichneten die Mitteilung der Queen als weise und wohlwollend. Auch Thronfolger Prinz Charles (71) und Prinz William (37) nahmen an der Sitzung teil. Meghan war aus Kanada zugeschaltet. Harry soll der Lieblingsenkel der 93-Jährigen sein. Sie war in ihrer Mitteilung ungewöhnlich persönlich: So nutzte sie nicht die formalen Titel, sondern sprach von ihrer „Familie“ und ihrem „Enkel“. Ihre Familie und sie selbst unterstützten den Wunsch von Harry und Meghan, ein „neues Leben als junge Familie zu schaffen“, betonte die Queen. „Obwohl wir es vorgezogen hätten, dass sie weiterhin in Vollzeit arbeitende Mitglieder der königlichen Familie bleiben, respektieren und verstehen wir ihren Wunsch, ein unabhängiges Leben als Familie zu führen und gleichzeitig ein wertvoller Teil meiner Familie zu bleiben.“ Harry und Meghan hatten im Mai 2018 geheiratet. Ihr Sohn Archie ist acht Monate alt.

Es habe Übereinstimmung darin gegeben, dass es „eine Periode des Übergangs geben wird, in dem der Herzog und die Herzogin von Sussex in Kanada und Großbritannien ihre Zeit verbringen werden“. Es müssten noch weitere Entscheidungen in den nächsten Tagen getroffen werden, teilte die Queen mit. Gemeint sind damit wahrscheinlich die eigentlichen Knackpunkte des neuen Lebens von Harry und Meghan: So muss etwa geklärt werden, welche Geschäfte sie künftig tätigen dürfen, ob sie ihre Titel behalten und wer für ihre Sicherheit aufkommt.

Kurz vor dem Treffen auf dem Landsitz hatten Harry und William scharfe Kritik am Bericht der „Times“ über ihr Verhältnis zueinander geübt. In einer Stellungnahme schrieben die Prinzen: „Für Brüder, die sich so sehr um die Fragen der psychischen Gesundheit sorgen, ist der Gebrauch von aufrührerischer Sprache auf diese Weise beleidigend und potenziell schädlich.“

„Wir respektieren und verstehen ihren Wunsch, ein unabhängiges Leben als Familie zu führen.“