„Der Bergdoktor“ liefert Herzerwärmendes in schwieriger Zeit

Menschen / 26.12.2022 • 22:13 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Hans Sigl (Dr. Martin Gruber, l.) und Mark Keller (Dr. Alexander Kahnweiler, r.) spielen seit Jahren gemeinsam in der Serie „Der Bergdoktor“. ZDF/Erika Hauri
Hans Sigl (Dr. Martin Gruber, l.) und Mark Keller (Dr. Alexander Kahnweiler, r.) spielen seit Jahren gemeinsam in der Serie „Der Bergdoktor“. ZDF/Erika Hauri

Die 16. Staffel der ZDF-Erfolgsserie „Der Bergdoktor“ startet am 29. Dezember.

München Im ZDF-Dauerbrenner „Der Bergdoktor“ spielt der Schauspieler Mark Keller den Arzt Dr. Alexander Kahnweiler und kann dabei sein komödiantisches Talent ausleben. Sein Herz schlägt aber mindestens genauso stark für die Musik wie für die Schauspielerei. Bald erscheint sein neues Album, in das er viel Zeit und Liebe gesteckt hat, wie er der dpa im Interview erzählte.

 

Man kennt Sie als Schauspieler, zuletzt vor allem aus „Der Bergdoktor“. Aber Sie sind auch Musiker. Wie steht es um dieses Karriere-
standbein?

Keller Jetzt gerade sehr gut! Am 24. Februar erscheint mein Album. Daran habe ich in den letzten Jahren lange und intensiv gearbeitet. Bei Streaming-Diensten kann man schon mal reinhorchen. Es ist eine richtig große Produktion, mit Symphonieorchester. Ich denke, die Zeit ist jetzt reif dafür, deshalb liegt mein Fokus gerade auf der Musik.

 

Was macht Ihre Krankenhauskarriere – also beim „Bergdoktor“?

Keller Die läuft wunderbar. Am 29. Dezember starten wir mit der 16. Staffel. Es war ein schönes Drehjahr und jetzt hoffen wir, dass die Staffel gut angenommen wird. Hans Sigl wird als „Bergdoktor“ wieder alle Register ziehen.

 

Und Dr. Kahnweiler – bringt er es noch zum Chefarzt?

Keller Das ist die große Frage. Aber klar ist: Er hält durch und das wieder mit sehr viel Humor.

Trotz medizinischer Härtefälle steht die „Bergdoktor“-Serie für eine heile Welt. Ist das die dazu gehörige Erfolgsformel: Auszeit vom Krisen-Alltag?

Keller Genau. Die Zuschauer sollen sich auf die schönen und einfachen Dinge besinnen können. Das ist zurzeit besonders notwendig, die Welt ist ja verrückt genug. Meine Musik ist übrigens auch so angelegt, deshalb glaube ich, dass sie funktionieren wird.

 

Sie spielen den Dr. Alexander Kahnweiler seit dem Jahr 2008. Wie sehr sind Sie nach so vielen Jahren eins geworden mit der Rolle?

Keller Ich habe die Rolle mitentwickeln dürfen. Da steckt schon sehr viel von mir drin, gerade das Komödiantische, die Mimik und die Stimme. Deswegen liebe ich die Rolle und bin dankbar, dass ich sie spielen kann. Und es ist eine Freude, dort am Drehort zu sein.

Das Team wirkt sehr familiär und sehr freundschaftlich.

Keller Ja, Hans Sigl hält seit 16 Jahren das gesamte Team zusammen mit seiner Stimmung, mit seiner guten Laune und mit seiner Energie. Die Serie steht und fällt natürlich mit ihm. Er ist der Fels in der Brandung und wir anderen Darsteller unterstützen ihn so gut es geht.

Seit 16 Jahren tragen Sie als Schauspieler diesen weißen Arztkittel. Werden Sie im privaten Umfeld auch mal um Rat gefragt?

Keller Das kommt vor, aber auf ironische Weise. Da werde ich gefragt: „Was würdest du da als Arzt sagen?“ Ich sage dann: „Geht lieber zum richtigen Arzt. Ich habe keinen Dr. Gruber dabei.“

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