Eigenständig und eigenwillig

Motor / 04.10.2013 • 13:44 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Der neue Mazda3 fällt auf: mit eigenständigem Design und eigenwilliger Motoren-Philosophie. Fotos: werk

Der neue Mazda3 fällt auf: mit eigenständigem Design und eigenwilliger Motoren-Philosophie. Fotos: werk

Mazda schickt die Kom-pakt-Baureihe in die dritte Generation, als Fünf- und als Viertürer.

Mazda. Der kleinste der japanischen Autohersteller fällt auf: mit eigenständigem Design, das Mazda seit der Ablöse des 626 durch den 6er (2002) unverwechselbar macht – auch wenn die dahinter stehende Philosophie sich von „Nagare“ (im Fluss sein) zu „Kodo“ (Seele der Bewegung) gewandelt hat. Ein gestalterischer Ansatz, der im Kompakt-SUV CX-5 und im bearbeiteten Mittelklasse-Modell 6er bereits umgesetzt worden ist und der jetzt auch im neu interpretierten C-Segment-Kandidaten, dem 3er, realisiert wurde. Optisch ist er damit in seiner dritten Generation nochmals dynamischer, wobei die Länge als Fünftürer (Sport) mit 4,460 Meter nach wie vor nicht die 4,5 Meter überschreitet. Als Viertürer (Limousine) misst er 4,580 Meter. Verlängert ist der Radstand auf 2,7 Meter. Die Fahrgastzelle sitzt weiter hinten als zuvor. Mit schrägem Heck offeriert der neue Dreier 364 (bis 1263) Liter, mit abgestufter Rückenpartie 419 Liter Kofferraum.

Frisch eingerichtet ist der Innenraum mit neu geformten Sitzen und neu angeordnetem Cockpit. Ein zentrales Rundinstrument zeigt per Zeiger die Drehzahl an, übers gefahrene Tempo informiert ein LCD-Display. Für das Abrufen und Steuern von Informationen, klar und übersichtlich dargestellt auf dem mittig platzieren 7”-Farb-Display, hat Mazda in der Mittelkonsole einen Dreh- und Drückregler installiert.

Effiziente Motoren

Die Eigenwilligkeit Mazdas äußert sich – nicht nur im neuen Dreier – technisch in der Konzentration auf die Optimierung der bestehenden Vierzylinder-Motoren anstelle von Downsizing und Aufladung. Wohl wird ein mit 1,5 Liter Hubraum kleiner Benziner mit 100 PS angeboten, doch Mazda stellt nach wie vor einen Zweiliter-Sauger zur Wahl. Der leistet entweder 120 oder (via Motorsteuerung erzielte) 165 PS. Dazu kommt der gut bekannte 2,2-Liter-Commonrail-Diesel mit 150 PS (dem doch in nächster Zukunft ein Selbstzünder der Hubraum-Mittelklasse zur Seite gestellt werden wird). Alle aktuellen Aggregate sind serienmäßig mit Start-Stopp- (i-Stop) sowie mit Bremsenergie-Rückgewinnungs-System (i-Loop) ausgestattet. Grundsätzlich werden bei allen Motorisierungen die Gänge mit einer – sehr knackigen – manuellen Sechsgang-Schaltung sortiert. Für den 120-PS-Benziner und den Selbstzünder bietet Mazda ebenso eine – prompt agierende – Sechsstufen-Automatik an.

Die Normverbrauchs-Angaben liegen in einem Rahmen zwischen 3,9 und 5,8 Liter pro 100 Kilometer (CO2: 104 bis 135 g/km).

Ergänzt wird das Paket aus dynamisiertem Design und optimierten Antrieben durch eine Feinbearbeitung von Fahrwerk, Lenkung und Bremsen. Auf dem aktuellsten Stand ist das teils mitgelieferte, teils optionale Paket an Sicherheits- und Assistenz- sowie Infotainment-Systemen. Dazu gehören City-Notbremsfunktion, adaptiver Tempomat und Abstandswarner sowie Navigation und Internet-Zugang.

Interieur von Grund auf überarbeitet.

Interieur von Grund auf überarbeitet.

Sport mit fünf oder Limousine mit vier Türen.

Sport mit fünf oder Limousine mit vier Türen.

Fakten

Mazda3

Antrieb: Benziner:1,5 l mit 100 PS, 2,0 l mit 120 oder 165 PS. Diesel:
2,2 l mit 150 PS, Frontantrieb
Preis: Benziner ab 16.990 Euro, Diesel ab 23.990 Euro
Marktstart: 25. Oktober (Sport, Limousine folgt später)

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