Ein Spaßmacher auf Sparflamme

Motor / 14.11.2014 • 15:08 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Frisch, frech, flott: der Mini Cooper macht an. Der muskulöse Minimalist überzeugt auch durch gute Manieren. Fotos: vn/steurer
Frisch, frech, flott: der Mini Cooper macht an. Der muskulöse Minimalist überzeugt auch durch gute Manieren. Fotos: vn/steurer

Der neue Mini Cooper ist ein echter Kurven­feger – sogar als Dreizylinder.

mini. Da steht er, unverwechselbar. Pfiffig, reizend, charmant – einfach sympathisch. Der kecke Winzling weckt große Gefühle. Nicht nur bei den Frauen. Auch Männer schauen gerne genauer hin. Und nicht nur, weil der wohlgerundete Muntermacher wie ein freundlich-niedlicher Kobold mit treuherzigen Kulleraugen dreinblickt.

Der neue Mini ist – rein äußerlich betrachtet – nahezu der Alte geblieben. In mittlerweile dritter Generation im Straßenverkehr unterwegs, hat das BMW-Remake des britischen Autozwergs jedenfalls was das Blechkleid angeht nur eine behutsame Weiterentwicklung erfahren.

Dass der kleine Springinsfeld beispielsweise um knapp zehn Zentimeter auf jetzt immerhin 3,82 Meter Außenlänge gewachsen ist, fällt einem tatsächlich erst im direkten Vergleich auf. Total aufgeräumt haben die Mini-Macher dafür im Innenraum. Vorbei ist’s mit dem großen Pizza-Tacho in der Armaturenbrettmitte. Die nun vergleichsweise zierlich wirkelnde Tempoanzeige befindet sich aus Fahrersicht jetzt hinterm Lenkrad. Und die elektrischen Fensterheber sind ergonomisch sinnvoll in die Armauflage der Türen gewandert. Überhaupt gibt’s jetzt weniger fummelige Kippschalter, insgesamt hochwertigere Materialien verwandeln das Cockpit in eine richtige Gute-Laune-Zone. Einzig nervig kann die Farbwechselspielerei am zentralen Infotainment-Träger mit dem optionalen 8,8-Zoll-Farbdisplay für Navi, Telefon, Radio, Fahrzeugdaten und weiteren Funktionen werden.

Ansonsten ist der neue Mini ein prima Aufenthaltsort, der, in Bewegung gebracht, auf den Vordersitzen ein spontanes Wohlgefühl aufkommen lässt. Der Fond hat trotz eines um 28 mm vergrößerten Radstandes dagegen für langbeinige Mitfahrer immer noch leichten Strafbank-Charakter.

Die aufwendigste Neuerung verbirgt sich unter der Motorhaube. So werkelt im 136 PS starken Mini Cooper jetzt ein 1,5-l-Drei-Zylinder-Benziner. Im VN-Test stellte sich schnell heraus, dass der kernig-heiser klingende Turbomotor beileibe keine rollende Verzichtserklärung ist, was die Kraftentfaltung angeht. Im Sport-Modus geht es allzeit munter voran. Der Mini Cooper gibt den fahraktiven Kleinkünstler, der wieselflink durch die Kurven eilt.

Positiv: knackiges Fahrwerk, kompromisslos direkte Lenkung, zackiges Fahrgefühl, kultivierer Motorlauf
Positiv: knackiges Fahrwerk, kompromisslos direkte Lenkung, zackiges Fahrgefühl, kultivierer Motorlauf
Der flinke Mini gibt rundum eine gute Figur ab.
Der flinke Mini gibt rundum eine gute Figur ab.
Negativ: die vielen Extras, die man sich gönnen will, machen den Mini zum kostspieligen Lustkauf, kleiner Kofferraum
Negativ: die vielen Extras, die man sich gönnen will, machen den Mini zum kostspieligen Lustkauf, kleiner Kofferraum
Das Cockpit wirkt inzwischen aufgeräumter.
Das Cockpit wirkt inzwischen aufgeräumter.

Fakten

Motor/Antrieb: Dreizylinder-Turbobenziner, 136 PS, 220 Nm/1250-4000 U/min, Vorderradantrieb, 6-Gang-Schaltgetriebe.

Fahrleistung/Verbrauch: 0 auf 100 km/h in 7,9 Sek., Spitze: 210 km/h, Verbrauch: 4,6 l (107 CO2/km), Testverbrauch: 6,8 l Superbenzin

Preis: Grundpreis: 20.140 Euro; Testwagen: 28.153 Euro.