Diese Firma verdoppelt ihren Stammsitz: Genug Platz auch in der nächsten Generation

Andelsbucher Installations- und Energietechnikbetrieb verdoppelt Betriebsfläche: gute Auftragslage und gesicherte Nachfolge.
Andelsbuch Im Betriebsgebiet Andelsbuch-Bersbuch, das für Ortsunkundige nicht so einfach zu finden ist, denn es befindet sich direkt rund um den Wälderbähnle-Bahnhof mit großer Schwarzenberg-Aufschrift, wird ordentlich gebaut. Nur beim repräsentativen Bau der Firma Siegfried Steurer Installationen/Energietechnik GmbH herrscht Ruhe. Noch. Denn das Unternehmen hat große Pläne. Die derzeitige Fläche des Firmengebäudes soll verdoppelt werden. Das Ansuchen auf Erweiterung liegt bei der Bezirkshauptmannschaft Bregenz auf, auch am Gemeindeamt Andelsbuch kann man es einsehen – die mündliche Verhandlung über das Ansinnen findet Anfang November statt.
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Der Spatenstich soll im Frühjahr 2027 erfolgen, informiert der Eigentümer und Geschäftsführer des Unternehmens, Siegfried Steurer, im Gespräch mit den VN. Für den Bau, der das vorhandene Firmengrundstück bis auf zwei Meter an die Grundstücksgrenze ausfüllen wird, ist in diesem Fall auch der Abtrag einer Felsnase mit Geländeangleichungen nötig. Dadurch, so heißt es in der Kundmachung, sei auch Wald im Sinne des Forstgesetzes 1975 betroffen. Steurer hat sich bereits im Vorfeld des Ansuchens mit diesem Bereich beschäftigt, sich die Meinung von entsprechenden Fachpersonen eingeholt, wie er erklärt. Und es dürfte, so die Experten, keine Probleme geben bzw. sei es auch kein großer forstlicher Einschnitt.

Der Bau dränge nicht – noch habe man Platz im bestehenden Gebäude, doch der Geschäftsverlauf des Betriebes ist seit Jahren sehr positiv, berichtet Steurer, der die Firma in vierter Generation führt. Weil auch die fünfte Generation schon im Betrieb ist und sich anschickt, die Firma zu übernehmen, habe man sich entschlossen, in die Erweiterung zu investieren. “Die Grundlage für die Erweiterung war gelegt, als sich beide Buben entschlossen haben, das Geschäft zu übernehmen”, konkretisiert Siegfried Steurer die Entscheidung für das Projekt, für das es zwar bereits einen konkreten Plan gibt, aber noch keinen Investitionsplan. Den werde man erst machen, wenn die Gebäudeerweiterung in die Realisierung gelange, erklärt er. Dass die Kosten des Projektes siebenstellig sein werden, darf aber angenommen werden.
Wärmepumpen-Pionier
Erweitert wird das Betriebsgebäude um weitere Lagerflächen und zusätzliche Büros. Im Unternehmen sind derzeit 37 Mitarbeiter beschäftigt, in Ausbildung sind in der Regel fünf Lehrlinge gleichzeitig. Die Firma wurde vom Urgroßvater 1900 als Spenglerei gegründet, die folgenden Generationen erweiterten ihre Tätigkeit um andere Gewerke. Während inzwischen nicht mehr gespenglert wird, sind andere Tätigkeiten, etwa die des Elektrikers, dazugekommen. Das sei neben einem guten ein großer Trumpf des Unternehmens, denn man könne den Auftraggebern eine Gesamtlösung anbieten, wenn es um Energie und Installationen gehe. “Das erspart ihnen einen großen Aufwand”, weiß Steurer, der trotz schwieriger Lage in der Baubranche volle Auftragsbücher hat. “Wir arbeiten im ganzen Land”, berichtet er, an Ausschreibungen beteilige man sich aber nur sehr sparsam. “Wir werden weiterempfohlen, das ist die beste Werbung”, ist er stolz auf die Leistung seines Teams. Allein in den letzten zwei Jahren wurden auch je 160 Heizungssanierungen durchgeführt. Ein Markt, der noch jede Menge Potenzial habe, verweist er auf den nach wie vor hohen Anteil an Heizöl- und Gasheizungen im Land.

“Heizungssanierungen sind ein Spezialgebiet von uns. Da sind wir sicher ein Vorreiter im Land und machen das schon seit über 30 Jahren.” Pionier wolle und werde man bleiben, ist Siegfried Steurer optimistisch, denn die Söhne Julian und Markus haben sich bereits gut ins Unternehmen eingelebt.