Land investiert 118 Millionen Euro in Infrastruktur

Politik / 10.12.2019 • 15:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Am Landeskrankenhaus Feldkirch wird auch im kommenden Jahr wieder kräftig in modernste Infrastruktur investiert. VN/LERCH

Für sein Straßen- und Hochbauprogramm gibt das Land im kommenden Jahr 10 Millionen Euro mehr aus als im Vorjahr.

Bregenz Die höheren Investitionen in die Infrastruktur sind nach Ansicht von Landeshauptmann Markus Wallner (52, ÖVP) und Wirtschaftslandesrat Marco Tittler (42, ÖVP) wohlbegründet. Der Autobahnanschluss Rheintal Mitte, die Brücke Hard-Fußach, erste Investitionen in den Feldkircher Stadttunnel, aber auch Hochbauvorhaben wie der Ausbau des Landeskrankenhauses Feldkirch, die Fachhochschule oder das Bäuerliche Schul-und Bildungszentrum Hohenems rechtfertigen die Ausgaben, sind sich beide Politiker einig.

45, 5 Millionen für Bauprogramm

Für den Straßenbau sind im kommenden Jahr für Sachausgaben (ohne Personal) insgesamt 70,5 Millionen Euro veranschlagt. Davon schlägt das tatsächliche Bauprogramm (inklusive Grundablösen) mit 45,5 Millionen Euro zu Buche, allein das sind um 15,7 Millonen Euro mehr als heuer. Weitere Sachausgaben sind Mittel für die Erhaltung und Beiträge für Wildbach- und Lawinenverbauung sowie Radwege.

„Die Werterhaltung und Instandhaltung des gut 800 Kilometer langen Landesstraßennetzes und der dazu gehörigen Bauwerke mit 614 Brücken, 37 Tunnel, 47 Galerien und 25 Unterführungen ist weiterhin ein wesentlicher Schwerpunkt im Straßenbau“, erklärte der Wirtschaftslandesrat. Das werde sich auch 2020 nicht ändern.

Prinzip Nachhaltigkeit

Für den Hochbau stehen insgesamt 47,6 Millionen Euro zur Verfügung. Den Löwenanteil verschlingen dabei die Ausgaben für die Krankenhaus-Betriebsgesellschaft. Sie betragen 28,7 Millionen Euro, allein 13,5 Millionen Euro entfallen dabei auf die Umbau- und Adaptierungsarbeiten am Landeskrankenhaus Feldkirch. 18,8 Millionen Euro sind für Hochbauprojekte an Landesgebäuden und Bildungsstätten veranschlagt. Laut den Verantwortlichen steht im strategischen Fokus bei allen Bautätigkeiten die Nachhaltigkeit. Alle Gebäude sollen einen geringstmöglichen Energieverbrauch haben.

Plädoyer für Standort

Landeshauptmann Wallner ist überzeugt davon, dass die angesprochenen Projekte mit Blick auf die Zukunft „ein echter Gewinn für den Standort und für die Lebensqualität der betroffenen Menschen sind“. Seine Grundhaltung hat sich diesbezüglich nicht geändert. „Eine gut ausgebaute und funktionierende bauliche Infrastruktur ist wesentlich für den Wirtschafts- und Lebensraum Vorarlberg.“

Investitionen Infrastruktur 2020

Straßenbau

Gesamt: 45,5 Millionen Euro

Umbau und Instandsetzungen: 25,5 Millionen Euro

Kauf von Liegenschaften: 3,5 Millionen Euro

Neubau: 3 Millionen Euro

Neubau Stadttunnel Feldkirch: 3,8 Millionen Euro

Rheinbrücke Hard-Fußach: 4,2 Millionen Euro

Aus- und Neubau Rheintal Mitte: 5 Millionen Euro

Bau und Instandsetzungen nach Elementarereignissen: 0,5 Millionen Euro

Landeshochbau

Gesamt: 46,60 Millionen Euro

Landeskrankenhäuser: 28,8 Millionen Euro

Schulen, Bildungsstätten: 12,44 Millionen Euro

Amtsgebäude: 3,28 Millionen Euro

Bauhöfe und Sonstiges: 2,56 Millionen Euro

Kunst- und Kulturgebäude: 0,55 Millionen Euro