Kein Ende der Omikron-Welle in Sicht

Politik / 27.01.2022 • 19:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Kein Ende der Omikron-Welle in Sicht
Die Zahl der Covidpatienten auf der Intensivstation bleibt stabil. APA

Immer mehr Neuinfektionen, aber relativ stabile Verhältnisse in den Spitälern.

SCHWARZACH 43.053 Neuinfektionen österreichweit wies das Innenministerium gestern für die vorangegangen 24 Stunden aus. Ein neuer Höchstwert. Auch wenn man berücksichtigt, dass darin rund 6000 Nachmeldungen für Wien enthalten sind, ist er außerordentlich. Auf Vorarlberg allein entfielen 1591 Fälle. So schwindelerregend hoch die Zahlen sind, so sehr gibt es daneben jedoch Rufe nach einer Lockerung von Maßnahmen, die einst zur Bekämpfung des Infektionsgeschehens gesetzt wurden. Das ist kein Widerspruch: In den Spitälern bleiben die Verhältnisse relativ stabil. Nicht nur in Österreich und Vorarlberg, sondern etwa auch in der benachbarten Schweiz, die in dieser Welle schon etwas weiter ist.

Hierzulande dürfte die Omikron-Welle in absehbarer Zeit unverändert wachsen. Damit rechnet jedenfalls das Prognosekonsortium des Gesundheitsministeriums: Nach wie vor gehe man nicht davon aus, dass die Immunisierung der Bevölkerung gegen die vorherrschende Virusvariante groß genug ist, um eine nachhaltige Abflachung oder gar einen Rückgang des Infektionsgeschehens erreichen zu können, heißt es im jüngsten Bericht des Konsortiums.

Kein Ende der Omikron-Welle in Sicht

Bis zum kommenden Mittwoch könnte die Inzidenz bestätigter Infektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bundesweit von 2265 auf knapp 3000 steigen. In Vorarlberg ist eine Zunahme auf rund 2700 möglich. Dabei handelt es sich um einen Mittelwert, der mit großen Unsicherheiten behaftet ist. Eher absehbar, weil bisher überraschend stabil, sind die Entwicklungen in den Spitälern.

Im Unterschied zu bisherigen Wellen gibt es verhältnismäßig wenige Intensivpatienten. Österreichweit handelte es sich gestern um 180 und damit so wenige wie seit Anfang September nicht mehr. In Vorarlberg mussten sechs Personen mit Corona intensivmedizinisch behandelt werden. An dieser Größenordnung dürfte sich laut Prognosekonsortium in den nächsten eineinhalb Wochen kaum etwas ändern. Weiter zunehmend ist eher die Zahl der Erkrankten, die auf der Normalstation betreut werden müssen. Gestern waren das 51 in Vorarlberg.

In der Schweiz ist man in der Omikron-Welle schon ein, zwei Wochen weiter als in Österreich. Die schlechte Nachricht von dort ist, dass die Infektionszahlen landesweit noch immer steigen; die gute Nachricht ist, dass die Lage in den Spitälern bewältigbar geblieben ist.