Hinter den Kulissen: Bitschi erntet “Gefällt mir” von Gantner

Politik / 24.10.2022 • 17:08 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Christian Gantner und Christof Bitschi im Jahr 2018. <span class="copyright">VN</span>
Christian Gantner und Christof Bitschi im Jahr 2018. VN

FPÖ-Chef beklagt in einem Video “geschädigten Ruf” des Landes durch die ÖVP und bekommt ein Like des Landesrats.

Christian Hafenecker (42) gefällt das. Und das ist wenig überraschend. Der FPÖ-Fraktionsführer im ÖVP-Korruptions-U-Ausschuss herzte im wahrsten Sinne des Wortes einen Beitrag des freiheitlichen Parteiobmanns in Vorarlberg, Christof Bitschi (31) auf Instagram, indem dieser sich offen um Vorarlberg sorgte.

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Der Ruf des Landes habe aufgrund der ÖVP-Skandale stark gelitten, sagt Bitschi während im Hintergrund dramatische Filmmusik ertönt. „Früher haben sich Skandale in Wien abgespielt, die ÖVP hat die Skandale nach Vorarlberg gebracht. Es ist Zeit dieses veraltete ÖVP-System endlich aufzubrechen”, ist der FPÖ-Obmann überzeugt. Soweit, so normal. Obwohl: ein Werbespot, den Bitschi unter anderem auf der Video-Plattform YouTube in Nicht-Wahlzeiten als Werbung schaltet, ist für Vorarlberger Verhältnisse unüblich. Dennoch: Äußerungen wie jene sind wenig überraschend für einen Oppositionspolitiker, und so verwundert es auch nicht, dass die Feldkircher Neos-Politikerin Fabienne Lackner (25) mit einem Herz ihre Zustimmung äußerte.

"Neue Zeiten in die Politik bringen", sagt Bitschi. Christian Gantner gefällt das.
"Neue Zeiten in die Politik bringen", sagt Bitschi. Christian Gantner gefällt das.

Doch auch ein ÖVP-Regierungsmitglied fühlte sich offenbar von Bitschis Inszenierung abgeholt. Landesrat Christian Gantner (42) gefiel das, was er sah scheinbar so gut, dass auch er für das war er sah, ein “Gefällt mir” angab – für einen Vorarlberger Freiheitlichen, der durch den Landtag spaziert, auf Bergwiesen in die Ferne blickt und sich gleichzeitig über die ÖVP-Skandale und deren Folgen echauffiert. „Es ist unsere Aufgabe, diese neuen Zeiten jetzt in die Politik zu bringen“, sagte Bitschi. „Es ist mein großes Ziel, dass wir es gemeinsam schaffen, dass die Vorarlbergerinnen und Vorarlberger wieder stolz auf ihr Land sind. Bringen wir Vorarlberg wieder gemeinsam voran.“

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