Zwischen Jordan, Wüste und Meer

Reise / 07.11.2014 • 09:53 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Gastfreundschaft, köstliches Essen und spektakuläre Landschaften in Jordanien.

reise. (VN-ber) Ich fühle mich, als würde mir die ganze Stadt zu Füßen liegen, als ich in Amman aus meinem Hotelzimmer auf ein Lichtermeer aus Autos, Häusern und Wolkenkratzern blicke. So modern und kosmopolitisch hätte ich mir die Hauptstadt Jordaniens gar nicht vorgestellt. Während sich im Geschäftszentrum der Stadt modernste Gebäude, Hotels, elegante Restaurants und Kunstgalerien aneinanderreihen, findet man im Stadtzentrum noch jede Menge Tradition. Inmitten einer hügeligen Landschaft und umrandet von Wüste auf der einen Seite und dem fruchtbaren Jordan auf der anderen, dient Amman beinahe der Hälfte der jordanischen Bevölkerung als Wohnsitz. Nach meinen ersten Eindrücken von der Fahrt vom Flughafen in die Stadt kann ich es kaum mehr erwarten, das Land zu erkunden. „Jalla Jalla, Schnell Schnell“, ruft Ayman, unser Guide für die nächsten Tage, als ich mich um acht Uhr morgens auf den Weg zum Auto mache, voller Tatendrang. Wir fahren nach Gerasa, eine der besterhaltendsten römischen Kleinstädte weltweit. Als wir den riesigen Platz überqueren und die gepflasterten Straßen entlang gehen, kann ich mir richtig gut vorstellen, wie es hier wohl einmal ausgesehen haben muss.

Von Gerasa fahren wir schließlich weiter bis nach Madaba, wo wir uns bei einem kurzen Zwischenstopp die St. Georgskirche mit ihren beeindruckenden Mosaiken ansehen, bevor wir in einem kleinen Restaurant Pause machen, um etwas zu essen. Als wir ins Hikayet sitti kommen, sind wir begeistert. Im kleinen, liebevoll zu einem Restaurant umgebauten, Haus fühlen wir uns sofort wohl. Nur wenige Minuten später wird auch schon aufgetischt. Als Vorspeise bekommen wir Meze, wie man die typisch arabischen Vorspeisen nennt. Oliven, Hummus, Fladenbrot, Auberginenmus und Tabbouleh sind nur einige der Köstlichkeiten, aus der jordanische Küche, mit denen wir uns den Magen vollschlagen.

Weil wir diesmal leider nur drei Tage Zeit haben, um das Land zu bereisen, fahren wir schon am Nachmittag weiter zur wohl berühmtesten Sehenswürdigkeit des Landes. Petra. Schon früher wurde die „Verlorene Stadt“ oft als achtes Weltwunder bezeichnet, heute ist sie offiziell eines der neuen Weltwunder. Dreimal pro Woche kann man Petra bei Nacht besichtigen. Das lassen wir uns natürlich nicht entgehen. Mit 1800 Kerzen wird uns der Weg durch die Schlucht beleuchtet. Es sind nur wenige Touristen hier und es ist angenehm ruhig, als wir fasziniert den Weg entlang gehen und immer wieder einen Blick zum Sternenhimmel werfen. „Ist das nicht romantisch?“, schwärmen wir. Ayman schmunzelt nur. Mit Kerzen kann er nichts anfangen, gesteht er uns aber, Petra fasziniert auch ihn.