Großstadtflair und griechische Seele

Reise / 29.05.2015 • 10:54 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Kleine romantische Gassen in der Altstadt von Athen. Fotos: shutterstock (7)
Kleine romantische Gassen in der Altstadt von Athen. Fotos: shutterstock (7)

Akropolis. Dort wirkt die Metropole wie ein kleines Dorf mit engen Gassen und Katzen vor den Haustüren.

Supermärkte und Kaufhäuser sind in der Altstadt noch eindeutig in der Minderheit. Stattdessen reiht sich dort ein kleiner Laden an den anderen, vor allem rund um die Markthallen. Bei einem Händler gibt es nur Oliven, sicher zwanzig verschiedene Sorten, beim anderen nur den original griechischen Schafs- und Ziegenkäse. Der Besucher kommt aus dem Schauen, Riechen und Schmecken kaum noch heraus. Und so mancher wird in den Tavernen feststellen, dass die griechische Küche viel raffinierter ist als das bekannte Souvlaki-Moussaka-Einerlei, das man aus Touristenhochburgen kennt. Und dass der wahre griechische Schnaps nicht der Ouzo ist, sondern der Tsipouro, der ähnlich wie Grappa aus Traubentrester gebrannt wird. Stadt-Guide Yannis lädt nach der Führung seine Gäste gerne zu einer Kostprobe ein, denn Tsipouro ist nicht gleich Tsipouro.

Bei einem Athen-Besuch darf natürlich nie die Akropolis fehlen. Immer wieder kann man zwischen Parthenon und Erechtheion spazieren – auch wenn diese anscheinend ohne Unterbrechung restauriert werden. Beim Rundgang lässt sich so vieles aus der Vogelperspektive entdecken – in der Ferne das Meer, unterhalb des Felsens antike Stätten, von der Agora über das Dionyssos-Theater bis zum Zeus-Tempel. Zur Vertiefung des Einblicks in die Antike empfiehlt sich das nahe Akropolis-Museum. Ein Muss! Seit 2009 ist dieser Glaspalast ein Vorbild für modernen Museumsbau und selbst schon ein Kunstobjekt, das die Kunst der Antike präsentiert. Und die Cafeteria des Museums lädt mit kleinen Gerichten zu einer kulinarischen Rundreise durch ganz Griechenland ein, inklusive Blick auf die Akropolis. In Athen wird es nicht langweilig – rund um die Uhr.