Grüne Perlen inmitten des Atlantiks

Reise / 04.03.2016 • 10:05 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Wanderwege führen durch tolle Alleen und dichte Wälder. Fotos: Beate Rhomberg (8)
Die Wanderwege führen durch tolle Alleen und dichte Wälder. Fotos: Beate Rhomberg (8)

mitten im Dschungel. Belohnt werden wir schließlich mit einem atemberaubenden Blick über die Vulkane und auf den Lagoa Azul, bevor wir langsam wieder zurückgehen und mit dem Bus zum nächsten spektakulären Aussichtspunkt, dem Vista do Rei fahren. Zeitweise erinnert uns die Insel stark an Irland. Nur grasen hier zwischen den alten Trockensteinmauern neben den Straßen mehr Kühe als Schafe. „Auf den Azoren gab es drei Zeiten. Die Weizenzeit, die Orangenzeit und die Milchzeit, die jetzt gerade aktuell ist, und die vielen Kühe erklärt. Aber auch die Milchzeit wird bald wieder zu Ende sein. Was danach kommt, wissen wir noch nicht aber wir hoffen auf den Tourismus“, erzählt uns Diogo.

Picknick mit Freunden

Was uns neben den vielen Kühen noch auffällt, sind die zahlreichen wunderschön angelegten Picknickplätze, die man überall auf der Insel findet. „Wir Azorianer lieben es, am Wochenende mit Freunden oder der Familie draußen zu grillen oder zu kochen. Man muss nur früh genug dran sein, um noch einen Platz zu bekommen“, weiß Diogo aus Erfahrung. Besonders beliebt ist dabei das Kochen in den heißen Quellen am Furnas See. In riesigen Töpfen wird das Nationalgericht Cozido für die ganze Familie zubereitet und bei etwa 90 Grad über sechs Stunden in der Erde gegart. Währenddessen bietet sich ein Spaziergang um den See oder ein Ausflug in den kleinen Ort an. Überall sprudelt kochendes Wasser aus der Erde, die aufsteigenden Dampfschwaden lassen den Ort mit den Bergen im Hintergrund mystisch wirken, nur der Schwefelgeruch ist für uns Touristen noch etwas gewöhnungsbedürftig.

Lesen Sie nächste Woche im Reiseteil: Städtetrip in Estlands Hauptstadt Tallin.