Auf Kauai hat die Natur gesiegt

Reise / 03.02.2017 • 09:07 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Auf Kauai hat die Natur gesiegt

Steilküsten, wilde Canyons und Traumstrände auf der Hawaii-Insel Kauai.

reise. (srt/Brigitte von Imhof) Für Neuankömmlinge gibt es zur Begrüßung eine schlechte und eine gute Nachricht. Die schlechte: Kauai ist die regenreichste Insel der Welt. Die Rekordmengen – durchschnittlich zwölf Meter pro Jahr – werden auf dem 1569 Meter hohen Mount Wai’ale’ale im Inselinneren gemessen, wo es mehr oder weniger in einem fort schüttet. Die gute Nachricht: Unten an den Traumstränden rund um die Insel herrscht überwiegend eitel Sonnenschein und jener Dauersommer, von dem alle träumen. Kauai ist die westlichste und geologisch älteste der acht Hauptinseln des Hawaii-Archipels. Ihre Vulkane sind längst erloschen. In Millionen Jahren haben Meer, Regen, Wind und Sonne das Eiland zu einem fantastischen Landschaftskunstwerk von blühender Schönheit modelliert. Tropische Regenwälder, verzweigte Flussläufe und donnernde Wasserfälle sind entstanden.

Ungezähmter Charakter

Der Beiname „Garteninsel“ führt ein wenig in die Irre, wenn man Garten mit etwas Gepflegtem, von Gärtnerhand Manikürtem assoziiert. Ist doch genau das Gegenteil der Fall. Es ist der wilde, ungezähmte Charakter und die üppig-tropische Vegetation, die Kauai so unvergleichlich macht. Im Nordwesten türmen sich an der Na-Pali-Küste in dichtes Grün gepackte Klippen fast 1000 Meter über dem Meer auf. Die zerklüftete Küste lässt sich nur schwer erobern, etwa auf dem anspruchsvollen Kalalau Trail, der durch einen Dschungel und vorbei an Wasserfällen führt und immer wieder mit sensationellen Ausblicken punktet.

Wunderbare Hanalei-Bucht

Die Hanalei-Bucht zählt zu den schönsten auf der Welt. Schon oft hat sie als Filmkulisse herhalten dürfen, unter anderem beim George-Clooney-Streifen „The Descendants“. Hawaiis Ureinwohner haben früher in der Hanalei Bay Taro-Pflanzen und Reis angebaut. Aus dieser Zeit stammt auch noch der Pier, der von den Farmern zur Verschiffung ihrer Ernte genutzt wurde. Trotz ihrer Prominenz ist die Bucht nie überlaufen. Das Straßendorf Hanalei strahlt den rustikalen Charme eines hawaiianischen Ortes aus, in dem die Zeit stehen geblieben ist. Von dort geht es in das mystisch wirkende Hanalei Valley, in dem der Legende nach kein Geringerer als der Regenbogen geboren wurde.

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