Ursprünglichkeit und Romantik

07.04.2017 • 06:39 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Die wildromantische Kanareninsel La Gomera hat Urlaubern einiges zu bieten.

reise. (VN-ber) La Gomera ist nach El Hierro die zweitkleinste der sieben Hauptinseln des zu Spanien gehörigen kanarischen Archipels im Atlantischen Ozean und wie die anderen Kanareninseln ist auch sie vulkanischen Ursprungs. La Gomera gilt mit seinen lediglich 25.000 Bewohnern und dem milden Klima überraschenderweise noch als Geheimtipp unter den Kanareninseln, was auch daran liegen mag, dass sie nicht direkt von Europa aus mit dem Flugzeug zu erreichen ist. Wer die bezaubernde Schönheit von La Gomera entdecken möchte, muss mit dem Flugzeug erst nach Teneriffa fliegen und dann mit der Fähre auf die Insel fahren (die Überfahrt dauert 50 Minuten) oder mit dem Flugzeug der Fluggesellschaft Binter Canarias den 30-minütigen Flug antreten. Der kleine zusätzliche Aufwand lohnt sich aber allemal, denn die äußerst facettenreiche und wildromantische Insel, die durch ihre beinahe kreisrunde Form, die typischen Ortschaften und ihre einzigartige Flora auffällt, hat einiges zu bieten und wartet nur darauf, von den Urlaubern entdeckt zu werden. Riesige Schluchten, die zur Entwicklung der einzigartigen Pfeifsprache führten, und tiefe Täler treffen hier auf kristallklares Wasser, sprudelnde Quellen, zahlreiche Naturschutzgebiete und einsame Strände.

Ankunft in San Sebastián

In San Sebastián, wo die Fährschiffe anlegen und die Urlauber das erste Mal die Insel betreten, startete einst Christoph Kolumbus seine Seereisen über den Atlantik. Am 12. August 1492 lagerte seine Flotte, ein letztes Mal vor der Atlantiküberquerung, an der Küste Gomeras, um Proviant und Wasser zu laden. Aus diesem Grund erzählt man sich auf der Insel noch immer, dass Amerika mit Wasser aus La Gomera geweiht wurde. Noch heute kann man auf der „Isla Columbiana“, wie die Einheimischen sie manchmal noch gerne nennen, den Spuren des Entdeckers wandeln und in die Geschichte eintauchen.

Legenden und Traditionen

An manchen Orten der Insel scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Uralte Lorbeerwälder voller Legenden und Sagen bedecken große Teile der Insel und alte Traditionen, wie das Weben mit