Markus Schelling ist der fachkundige Zuspieler im Hintergrund

Sport / 30.04.2019 • 08:30 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Markus Schelling war selbst aktiver Volleyballer bzw. Trainer und ist Pädagoge für Sport und Bewegung, Ethik und Latein am BG Dornbirn-Stadt. VN/JD

Der 59-jährige Markus Schelling ist OK-Chef beim Bundesfinale der Volleyball-Schülerliga in Dornbirn.

Dornbirn Nach 1983 (Hohenems), 1992 (Götzis), 2001 (Höchst) und 2010 (Mäder) geht zum fünften Mal in der 42-jährigen Geschichte die Bundesmeisterschaft der Sparkassen-Schülerliga der Volleyballerinnen in Vorarlberg über die Bühne. Gespielt wird von heute bis Freitag in der Messehalle 1 in Dornbirn und Markus Schelling sorgt federführend dafür, dass Vorarlberg nicht nur zum Hotspot des Schulsports wird und seinem Ruf als perfekter Gastgeber wie bei den letzten Auflagen gerecht wird. „Ohne die wohlwollende Unterstützung meiner Kollegen am BG Dornbirn-Stadt wäre es aber nicht möglich“, betont Schelling. „Als ich bei einer Konferenz gefragt habe, wer mir helfen könnte, waren es 22 zu vergebende Jobs, egal ob es sich um Fahr- oder Helferdienste, die Erstellung einer Homepage bzw. der Turnierbroschüre oder eine andere Tätigkeit gehandelt hat, doch im Nu waren alle Arbeiten verteilt und es ist mir eine Ehre, an der Spitze dieser verschworenen Gemeinschaft mitzuarbeiten.“ Alle Lehrpersonen stellen sich dabei in ihrer Freizeit zur Verfügung und die dafür vorgesehene finanzielle Entschädigung wird dem schuleigenen Patenschaftsprojekt mit dem Gymnasium Gyumri in Armenien zur Verfügung gestellt.

Quereinsteiger vom Fuß- zum Volleyball

Die letzten Inputs für seine Tätigkeit als OK-Chef holte sich Schelling im Vorjahr bei der Bundesmeisterschaft in Purkersdorf. „Barbara Anselmi, seit vielen Jahren bei uns an der Schule für die Volleyball-Schülerliga verantwortlich, fragte mich kurz zuvor, ob ich mir eine Mitarbeit vorstellen könnte.“ Spätestens als am Ende die eigenen Mädchen als Dritte erstmals auf dem Podest gestanden sind, war mir klar, dass ich dazu meinen Beitrag leisten werde.“

Mit dem Volleyballsport kam der gebürtige Eichenberger erstmals während seiner Studienzeit in Innsbruck in Berührung. „Ich habe zuvor Fußball gespielt und bin eigentlich ein Spätberufener in Sachen Volleyball. Mit der Zeit wurde es dann mit dem Fußball immer weniger und ich habe mich dem Volleyball zugewendet. Zunächst als Zuspieler bei Wolfurt und Dornbirn. Nach Beendigung meiner Karriere habe ich dann nach einer Saison als Trainer des Wolfurter Bundesligateams auf anderen Ebenen neue Herausforderungen gesucht habe.“

„Ich war immer Zuspieler, für alle anderen Positionen war ich zu klein. Dafür hatte ich den Vorteil, dass ich die Bälle verteilen durfe und damit das gesamte Spiel gelenkt habe.“

Markus Schelling

Der Quereinsteiger erachtet den Volleyballsport auch als perfekte Lebenschule: „Ein großer Vorteil liegt sicher darin, dass man im Volleyball den Gegner nicht in physischer Form spürbar, sondern mit taktischen und kontaktlosen Aktivitäten besiegen muss. Meiner Meinung nach macht das den besonderen Reiz der Sportart aus.“

Die strategischen Vorzüge des Volleyballsports waren es auch, die den heute 59-Jährigen selbst als Aktiver in den Bann zogen. „Ich bin ja kein Zwei-Meter-Riese, war für alle anderen Positionen zu klein und habe deshalb immer als Aufspieler agiert, habe das Spiel gelenkt und die Bälle verteilt. Auch das ist für mich ein Teil Lebenschule, an der man erkennt, dass auch der Kleinste einer Einheit ganz maßgeblich zum Gesamterfolg beitragen kann. Ich kenne nicht viele andere Sportarten, in denen das so ausgeprägt ist wie im Volleyball.“

Persönlich beschränken sich die sportlichen Aktivitäten auf Bikeeinheiten in den Bergen oder gelegentliche Auftritte gemeinsam mit den inzwischen erwachsenen Kindern am Beachvolleyballplatz. „Lukas spielt Fußball, Jonas und Lena sind begeisterte Handballer und sind mir körperlich haushoch überlegen. Was das Spielverständnis angeht, kann ich ihnen aber immer noch Tipps und Ratschläge geben.“

Markus Schelling

Der gebürtige Eichenberger und in Kennelbach Wohnhafte spielte als Aktiver selbst beim VC Wolfurt und VC Dornbirn und war eine Saison Trainer in Wolfurt in der zweiten Bundesliga.

Geboren 26. November 1959

Beruf Lehrer am BG Dornbirn-Stadt für Bewegung und Sport, Ethik und Latein

Familie verheiratet mit Susanne, Söhne Lukas (22), Jonas (18) und Tochter Lena (15)