SW Bregenz mit Mühe zum 3:2-Sieg

15.08.2019 • 12:15 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Am Ende konnten die Kicker von SW Bregenz über eine hart erkämpften Sieg über RW Rankweil jubeln.VN

RW Rankweil machte Hauptstädtern das Leben schwer.

Markus Krautberger

Bregenz Die Rollen vor der Partie zwischen SW Bregenz und RW Rankweil im Immo Agentur Stadion zu Bregenz war klar: Die Bodenseestädter waren der große Favorit. Auch weil RW Rankweil unter Trainer Stipo Palinic mit einer Rumpfelf in die Landeshauptstadt anreiste. Die Elf von SW Bregenz-Coach Luggi Reiner untermauerte die Favoritenrolle vor allem in den ersten 25 Minuten des Spiels, als man sich Chance um Chance herausspielte. Zwar gelang Daniel Sobkova (15.) in dieser Periode auch der Führungstreffer, doch gut und gerne hätte man höher führen können bzw. müssen. Doch mit einmal riss der faden der Luggi-Elf, auch weil Rankweil-Goalgetter Fabian Koch (21.) erstmals seine Gefährlichkeit andeutete, als sein Schupfer über Tormann Sasa Dreven nur von SW-Verteidiger Branko Ojdanic vor der Linie gerettet werden konnte. Plötzlich war die Palinic-Elf präsent und fühlte sich sichtlich wohl in der Rolle des Außenseiters. Und nach einem Kommunikationsproblem in der Bregenzer Abwehr war Koch (37.) da und verwandelte zum 1:1-Ausgleich. Mit dem Remis ging es in die Halbzeitpause.

„Wir haben uns das Leben selbst echt schwer gemacht. Alleine in den ersten 30 Minuten müssen wir die Partie auf Eis legen.“

Luggi Reiner, Trainer SW Bregenz

Sobkova als Mann des Spiels

Der Start in den zweiten Durchgang verlief unspektakulär, beide Teams neutralisierten sich, wobei die Bregenzer die aktivere Mannschaft war, Rankweil immer auf Konter lauerte. Der Knackpunkt der Partie gestaltete sich vor allem für die Gäste sehr unglücklich. Ein Freistoß von Sobkova traf den in der Mauer stehenden Rankweiler Marvin Lins an der Hand – dumm nur, dass sich die Mauer im Strafraum aufhielt, daher zögerte Schiedsrichter Akbulut keine Sekunde und entschied auf Strafstoß. Diesen verwandelte SW-Kapitän Dennis Kloser(66.) souverän. In Folge dominierten die Hausherren das Geschehen und erhöhten erneut durch Sobkova (84.) auf 3:1. Doch wie bereits im gesamten Verlauf der Partie steckten die Rankler nie auf und erzielten in der Nachspielzeit durch Lukas Lampert (91.) den Anschlusstreffer, doch zu einem weiteren Gästetreffer kam es nicht mehr.

„Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Sie hat sehr viel Herz gezeigt, auch wenn zu keinem Punkt gereicht hat.“

Stipo Palinic, Trainer RW Rankweil

Rankweil-Coach Palinic war vom Auftritt seiner Truppe angetan: „Ich bin wirklich stolz auf die Mannschaft. Wir haben mit einer Rumpfelf voll dagegengehalten. Wir haben Herz gezeigt, das gefällt mir. Auch wenn es zu keinen Punkt gereicht hat“. Sein Pendant Luggi Reiner musste nach den 90 Minuten tief durchatmen, „weil wir uns das Leben echt selbst schwer gemacht haben. Alleine in den ersten 30 Minuten müssen wir die Partie auf Eis legen. Aber nein, wir werden unkonzentriert und lassen den Gegner wiederaufkommen. Dennoch bin ich der Meinung, dass der Sieg in Ordnung geht.“

SW Bregenz nun auf Rang drei

Mit diesem Dreier rückten die Bregenzer in der Tabelle auf Rang drei, Rankweil verliert einen Platz und rangiert aktuell auf dem neunten Tabellenplatz.

Fussball, VN.at-Eliteliga

4. Runde

Transgourmet SW Bregenz – RW Rankweil 3:2 (1:1)

Torfolge: 15. 1:0 Sobkova, 37. 1:1 Koch, 66. 2:1 Kloser (Elfmeter), 84. 3:1 Sobkova, 90. 3:2 Lampert

Gelbe Karten: 30. Ojdanic (SW), 35. Sobkova (SW), 47. Beiter (RW), 68. Streitler (SW), 81. Bischoff (RW)

SW Bregenz: Dreven; Martinovic, Kobleder, Ojdanic, Can (61. P. Martinovic); Trailovic, Milsovlevic, Sobkova, Streitler; Kloser (82. Palta), Pineiro (61. Pantos)

RW Rankweil: Breuss; Gassner (845. S. Domig), Grasser, Lins, Erkan; Flatz (80. Galovic), Beiter (63. Lamoert), Frederik Koch, Bischoff; Domig, Fabian Koch