„Ziel ist es, auf das Podium zurückzukehren“

Sport / 23.10.2019 • 20:22 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Der zweifache Olympiasieger und fünfmalige Weltmeister Ted Ligety gab im Intersport Dornbirn Autogramme und ließ sich mit Fans ablichten.VN/hartinger
Der zweifache Olympiasieger und fünfmalige Weltmeister Ted Ligety gab im Intersport Dornbirn Autogramme und ließ sich mit Fans ablichten.VN/hartinger

Ted Ligety gab sich ein Stelldichein im Intersport Dornbirn.

Markus Krautberger

Dornbirn Zum zehnjährigen Jubiläum des Intersport in Dornbirn lud Geschäftsführer Thomas Fritsch den fünfmaligen Weltmeister (2011, 2013, 2015) und zweifachen Olympiasieger (2006, 2014) Ted Ligety zu einem „Meet and Greet“ ein. Zahlreiche Fans des US-Amerikaners holten sich Autogramme und ergatterten ein Selfie mit dem 35-Jährigen. Im Sommer sorgte der Riesenslalomspezialist für großes Aufsehen, als er in einem Instagram-Post über das Karriereende von Marcel Hirscher spekulierte. Heute kann Ligety darüber lachen, denn, „es war ja als Scherz gemeint. Aber Marcel hat im Frühjahr immer wieder kleine Andeutungen gemacht. Dann hab ich das gepostet. Aber ich weiß, dass Marcel einen großen Sinn für Humor hat und deswegen sicher nicht böse war,“ so der Ski-Routinier. Dass Hirscher eine große Lücke im Skisport hinterläßt, weiß auch Ligety. Er prophezeit dadurch große Spanung im Weltcup: „Würde Marcel noch fahren, würde er auch Siege holen. Sein Karriereende verändert sicher die Dynamik im Skizirkus.“

Im Jahr 2000 startete Ligety erstmals in einem FIS-Bewerb, 2003 dann im Weltcup, zählt damit zu den längstdienenden Athleten im Skifahrerlager. Seinen „Drive“ hat er aber heute immer noch, obwohl ihn einige schwere Verletzungen zurückgeworfen haben: „Ich liebe das Skifahren einfach. Es macht heute noch genau so viel Spaß wie damals als Kind. Ich konnte meinen Traum verwirklichen und kann heute noch den Job als Skifahrer ausüben.“

Sölden passt zu Ligety

Dennoch nagte er vor allem in der letzten Saison an der hartnäckigen Verletzung seines Rückens. „Die vergangenen Jahre waren schon eine harte Zeit. Zum einem die Verletzungen, aber wenn man als Fahrer gewohnt ist, Siege zu holen und diese dann ausbleiben, macht das auch nicht so viel Spaß,“ erklärt der 35-Jährige. Da kommt der Weltcupstart in Sölden genau richtig, denn dort holte Ligety 2015 seinen letzten Sieg. „Sölden hat mich als Athlet immer gut behandelt, ich konnte dort gewinnen und auch ein paar Podiumsplätze einfahren. Der Berg passt zu meinem Stil skizufahren, ich mag es dort. Dazu ist es das erste Rennen der Saison und es fühlt sich für mich immer speziell an. Ein besonderes Rennen auch, weil man ja selbst nicht weiß, wo genau man steht. In Sölden werden für einen Skifahrer große Fragen für die bevorstehende Saison beantwortet.“

Die Ziele für die neue Saison stehen für den sympathischen Skirennfahrer längst fest: Ligety will wieder zurück zu Erfolgen. „Ziel ist es, wieder aufs Podium zu fahren und natürlich versuchen, Rennen zu gewinnen,“ so der seit zehn Jahren bei Head unter Vertrag stehende Vater eines zweijährigen Sohnes. Genauso lange arbeitet Ligety nun auch schon mit Servicemann Alexander Martin zusammen. Mit dem Altacher verbindet den Olympiasieger eine besondere Beziehung. „Die Verbindung zwischen Athlet und Servicemann ist immer besonders. Und da kann ich sagen, dass ich sehr froh bin, mit Alex zusammenzuarbeiten. Wir kennen uns in- und auswendig, das hilft bei der Arbeit ungemein. Dazu ist er mir ein guter Freund geworden. Auch gut so, denn Mitte der Saison bin ich mit ihm öfter zusammen als mit meiner Frau,“ berichtet die in Salt Lake City geborene Skigröße.