Austria Lustenaus Stadionpuzzle

Sport / 20.01.2022 • 18:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Das Flutlicht im Reichshofstadion ist nur eine von mehreren Baustellen.
Das Flutlicht im Reichshofstadion ist nur eine von mehreren Baustellen.

Um fit für die Lizenz zu sein, wird im Reichshofstadion heftig gebastelt.

Lustenau Die Weichen für den Stadionneubau wurden bereits vor der Jahreswende gestellt, die finanziellen Zusagen von Land und Gemeinde hat man in der Tasche.

Dazu hat sich die Bundesliga bereit erklärt, die Auflagen für die Lizenzvergabe für die erste Liga noch einmal so zu gestalten, dass die Austria bei einem etwaigen sportlichen Aufstieg ein Jahr im alten Stadion spielen kann. Dennoch muss die Austria, will sie die Lizenz für Österreichs höchste Liga erhalten, einiges am aktuellen Reichshofstadion verbessern.

Flutlicht Normalerweise ist für die Teilnahme in der höchsten österreichischen Liga eine Flutlichtstärke von 1000 Lux vorgesehen. Aufgrund der Erleichterung der Bundesliga muss die Austria nur 800 Lux an Flutlichtstärke herbringen. „Die haben wir, bei den letzten Tests wurde aber festgestellt, dass die Gleichmäßigkeit fehlt. Daher werden demnächst Lampen ausgetauscht“, erklärt Austrias Vorstandssprecher Bernd Bösch.

Überdachter Gästesektor 500 Steh- bzw. Sitzplätze müssen überdacht werden. Dafür bietet sich die Südtribüne an. Doch auch eine weitere Variante, den Sektor D auf der Haupttribüne für die Gästefans zu verwenden, wird derzeit geprüft. Bösch dazu: „Der Platz dafür wäre da, aber es bedarf erst einer genauen Untersuchung, fix ist da noch nichts.“

Ob der Gästesektor auf die Haupttribüne kommt, wird noch überprüft.
Ob der Gästesektor auf die Haupttribüne kommt, wird noch überprüft.

Videoüberwachung Um beide Fanlager überwachen zu können, braucht es ein Kamerasystem, das noch gekauft werden muss. Diesen Erwerb sieht man in Lustenau aber auch als vorgezogene Maßnahme. Bösch: „Videoüberwachung brauchen wir im neuen Stadion sowieso.“

Kameratürme Um Spiele in der höchsten Liga zu übertragen, braucht es neben den Hauptkameras auf Höhe der Mittellinie noch zusätzlich zwei Kameras auf Höhe der Sechzehnmeterlinie. dafür müssen Türme gebaut werden. Ebenfalls vorgeschrieben ist eine Hintertorkamera, die dann auf der Südtribüne zu installieren sein wird.

VAR In der ersten Bundesliga wird bekanntlich mit VAR gearbeitet. Um dies zu bewerkstelligen, braucht es Glasfaserleitungen für die schnellstmögliche Übertragung in den VAR-Raum. Der Telekomanbieter Magenta zeichnet dafür verantwortlich, „wobei man uns erklärt hat, dass man mal die ersten Runden in der Liga abwarten möchte, ob sich das Szenario eines möglichen sportlichen Aufstiegs abzeichnet. Dann erst wird man sich ans Werk machen. Laut Magenta-Mitarbeitern sieht man in der Umsetzung keine Probleme“, erklärt Austrias Vorstandsprecher.

Die Presseplätze im Znetrum der Hauptribüne müssen erweitert werden.
Die Presseplätze im Znetrum der Hauptribüne müssen erweitert werden.

Presse Auf der Haupttribüne muss Platz gemacht werden für 20 Arbeitsplätze für Journalisten. Wobei diese nicht geschlossen sein müssen. Tische, Bänke und Stromanschlüsse reichen da wohl aus. Dazu ist ein Raum für Pressekonferenzen nach den Spielen vorgeschrieben. Der soll im Nachwuchsheim seinen Platz finden.
Bösch ist überzeugt davon, alles fristgerecht bis zur Lizenzabgabe Anfang März hinzubekommen. „Wir arbeiten an allen Baustellen, sehen dabei aber keine Unmöglichkeiten. Die Zuversicht, alles so wie vorgeschrieben, hinzubekommen ist sehr groß.“

Zuschauer erlaubt

Sollte dies der Fall sein, muss es die Mannschaft „nur“ mehr sportlich regeln. Um sich für die Mission Aufstieg weiter in Form zu bringen, absolviert die Elf von Cheftrainer Markus Mader morgen ein Testspiel beim FC Vaduz (14.30 Uhr, Kunstrasen Rheinpark Stadion). Erfreulich für die Austrianer: Fans sind erlaubt, unter den geltenden 2G-Bestimmungen und Maskenpflicht in Innenräumen.