Zufriedene Gesichter nach erwartet schwerem Spiel

Sport / 30.04.2022 • 18:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Michael Cheukoua erziete den wichtigen Ausgleichstreffer in Linz.<span class="copyright">g</span><span class="copyright">e</span><span class="copyright">p</span><span class="copyright">a</span>
Michael Cheukoua erziete den wichtigen Ausgleichstreffer in Linz.gepa

Lustenau spielt in Linz 1:1 und holt sich einen etwas glücklichen Punkt.

Linz Austria-Lustenau-Trainer Markus Mader erwartete sich vor dem schweren Auswärtsspiel gegen Blau-Weiß Linz einen Gegner, der Lustenau voll fordern würde. Er sollte recht behalten. Trotz einer äußerst durchwachsenen ersten Hälfte holten seine Schützlinge aber noch ein Remis.

Schwache erste Hälfte von Grün-Weiß

Bei bestem Fußball-Wetter entwickelte sich auf dem kleinen Rasen in Linz-Kleinmünchen schnell ein unterhaltsames Spiel, in das die Gastgeber besser hineinfanden. Vor allem in den Umschaltmomenten wurden die Linzer wiederholt gefährlich. Die Lustenauer – erstmals seit dem 0:3 in Innsbruck wieder mit Dreierkette – offenbarten ungewohnte Räume im Defensivverbund. Insbesondere auf der rechten Lustenauer Abwehrseite sorgte dies für Probleme. So zeichnete sich die Führung der Blau-Weißen fast schon ein wenig ab: Rechtsverteidiger Adriel assistierte dabei mit einem Ballverlust, Paul Mensah rauschte auf der Seite durch und vollendete stark ins lange Kreuzeck (20.).

Auch nach dem Gegentreffer tat sich die Lustenauer Offensive schwer. Die besten Torchancen der ersten Hälfte resultierten so aus Standardsituationen: Einen scharf geschossenen Freistoß von Cham faustete Keeper Nicolas Schmid ins Toraus (34.), nach der anschließenden Ecke zirkelte Brandon Baiye aus dem Rückraum daneben.

Auf der Gegenseite wurde es da schon gefährlicher: Fally Mayulu verfehlte per Kopf gleich zwei Mal aus kurzer Distanz das Tor (27. & 41.), einen Freistoß in der 41. Spielminute fischte Domenik Schierl noch aus dem Eck.

Ausgleich aus dem Nichts

Mader reagierte zur Pause, stellte wieder auf die gewohnte Viererkette um., brachte Anderson und Joker Jan Stefanon neu in die Partie. Stefanon fand auch gleich eine gute Möglichkeit vor, legte sich den Ball im Sprint aber zu weit vor (47.). Im Gegenzug stellten die Linzer fast auf 2:0 – den Kopfball von Routinier Christoph Schösswendter konnte Schierl noch auf der Linie festhalten. Und nachdem Matthias Maak im eigenen Strafraum den Ball verlor, der Ball aber irgendwie noch gerettet werden konnte, waren dann auch alle wach.

Adriel in Linz operiert

Adroe musste mit Schulterbruch vom Platz, wird heute noch in Linz operiert.<span class="copyright">g</span><span class="copyright">e</span><span class="copyright">p</span><span class="copyright">a</span>
Adroe musste mit Schulterbruch vom Platz, wird heute noch in Linz operiert.gepa

Für Lustenau lief es aber weiter nicht. Erst verletzte sich Adriel im Zweikampf, musste mit einem Schulterbruch sogar von der Rettung vom Platz gebracht werden. Der Brasilianer soll och zeitnah im Krankenhaus in Linz operiert werden. Dann setzten die Linzer Angriffswellen wieder ein, spätestens bei Schierl fanden diese aber ihr Ende. Fast schon aus dem Nichts fiel dann der Ausgleichstreffer der Austria: Michael Cheukoua hatte auf Rechts viel Platz, blieb cool und versenkte den Ball im langen Eck (66.).

Beide Teams drängten in weiterer Folge auf den Siegtreffer. Am nächsten waren diesem die Linzer, bei einem Schuss von Tobias Koch reagierte Schierl aber blitzschnell (72.). In der Schlussphase kamen die Gastgeber zudem noch zu mehreren Chancen nach Eckbällen, Lustenau brachte den Punkt aber über die Zeit. „Ich bin auf jeden Fall zufrieden mit dem Punkt, vielleicht war es auch ein wenig glücklich“, zeigte sich Trainer Markus Mader aber nicht unzufrieden. FB

Fussball, 2. Liga 27. spieltag

FC Blau-Weiß Linz – SC Austria Lustenau 1:1 (0:0)

Hofmann Personal Stadion, SR Fröhlacher

Torfolge: 20. 1:0 Paul Mensah, 66. 1:1 Michael Cheukoua

Gelbe Karten: 26. Mayulu (Linz, Foulspiel), 40. Gmeiner (Lustenau, Foulspiel), 63. Strauss (Linz, Foulspiel), 69. Pirkl (Linz, Foulspiel), 82. Anderson (Lustenau, Foulspiel), 90./+1 Cheukoua (Lustenau, Unsportlichkeit)

FC Blau-Weiß Linz (3-4-3): Schmid/3 – Maranda/3, Schösswendter/3, Strauss/3; Windhager/3 (73. Mitrovic/0), Brandner/2, Koch/3, Pirkl/4; Seidl/3 (77. Kostic/0), Mayulu/3 (77. Fetahu/0), Mensah/2 (85. Neumayr/0)

SC Austria Lustenau (3-4-3): Schierl/3 – Adriel/4 (55. Bösch/3), Maak/3, Hugonet/3; Gmeiner/4 (Anderson/3), Türkmen/3 (Stefanon/3), Baiye/3, Guenouche/3 (86. Berger/0); Cham/3, Cheukoua/3, Teixeira/4 (86. Marceta/0)