Die Gründe für den Erfolgslauf der Rothosen

Sport / 01.10.2022 • 17:00 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Thomas Janeschitz hat aus dem Abstiegskandidaten FC Dornbirn schnell ein konkurrenzfähiges Team geformt.<span class="copyright">g</span><span class="copyright">e</span><span class="copyright">p</span><span class="copyright">a</span>
Thomas Janeschitz hat aus dem Abstiegskandidaten FC Dornbirn schnell ein konkurrenzfähiges Team geformt.gepa

FC Dornbirn mauserte sich vom Schlusslicht der 2. Liga zum Team der Stunde. Cheftrainer Thomas Janeschitz im Interview.

Dornbirn Mit dieser Performance haben wohl die wenigsten Fußballexperten in Österreich gerechnet. Der FC Dornbirn, nach den ersten vier Runden der 2. Liga sieglos bei einer Tordifferenz von 2:8-Toren abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz, hat mit dem 3:1-Sieg am Freitagabend gegen die Young Violets Austria Wien den vierten Sieg in Folge einfahren können . Die Wandlung vom Abstiegskandidaten zum Team der Stunde hat die Mannschaft von Cheftrainer Thomas Janeschitz damit klar vollzogen – aus dem “hässlichen Entlein” wurde, nimmt man den aktuellen Erfolgslauf her, ein Schwan. Die Gründe liegen für Janeschitz klar auf der Hand.

Herr Janeschitz, wie konnten Sie das Ruder in so kurzer Zeit herumreißen und aus dem FC Dornbirn eine Siegermannschaft formen?

Janeschitz: Den Ausdruck, “das Ruder herumreißen”, würde ich in diesem Zusammenhang nicht benutzen. Denn die Mannschaft hat von Tag eins richtig gut gearbeitet, hat in jedem Training gezeigt, dass sie willig ist an sich zu arbeiten. Dazu waren die Leistungen in den ersten vier Runden nicht so schlecht, wie es die Ergebnisse darstellten. Aber aus den unterschiedlichsten Gründen konnten wir eben keine Punkte einfahren. Aber wir im Verein haben immer an die Mannschaft geglaubt und auch oftmals darauf hingewiesen, dass unser Weg Zeit braucht.

Jubel, Jubel, Jubel: Der FC Dornbirn eilte zuletzt in der 2. Liga von Sieg zu Sieg.<span class="copyright">g</span><span class="copyright">e</span><span class="copyright">p</span><span class="copyright">a</span>
Jubel, Jubel, Jubel: Der FC Dornbirn eilte zuletzt in der 2. Liga von Sieg zu Sieg.gepa

Lange dauerte es dann aber nicht, seit Runde fünf hat ihr Team kein Ligaspiel mehr verloren. Steht jetzt bei vier Siegen in Folge plus der Cupsensation gegen Bundesligisten TSV Hartberg. Was war der Funke, der den Ausschlag in die positive Richtung gegeben hat?

Janeschitz: Der Ausgleich in Lafnitz in der 90 Minute zum 1:1-Endstand hat wohl bei den Burschen viel im Kopf ausgelöst. Dort haben wir das Glück erzwingen können und uns endlich mal belohnt. Und die Mannschaft hat gemerkt, dass das eintritt, wovon ich als Trainer aber auch Eric Orie als Sportdirektor immer gesprochen haben.

Wovon?

Janeschitz: Dass sich die Erfolge einstellen werden, wenn wir weiter alle gemeinsam in eine Richtung gehen.

Das stelle ich mir schwer vor, wenn man so schlecht in eine Saison startet.

Janeschitz: Das war es auch. Die Spieler nach Niederlagen wieder aufzurichten hat schon immer einige Tage gedauert. Aber wir haben ihnen aufgezeigt, dass es in jedem Match deutliche Verbesserungen gab, wir auf dem richtigen Weg sind. Dass dies nun eingetreten ist, tut der Glaubwürdigkeit sehr gut. Die Spieler wissen, wir erzählen ihnen keinen Blödsinn (lacht)

Wie mitentscheidend waren auch die drei kurzfristigen Transfers von William, Jan Stefanon und Leo Mätzler kurz vor Transferschluß?

Austria Lustenau-Leihspieler Jan Stefanon belebt das Offensivspiel der Rothosen merklich.<span class="copyright">g</span><span class="copyright">e</span><span class="copyright">p</span><span class="copyright">a</span>
Austria Lustenau-Leihspieler Jan Stefanon belebt das Offensivspiel der Rothosen merklich.gepa

Janeschitz: Das waren genau die drei Spieler, die wir noch benötigt haben. Um erstens unsere Qualität zu steigern aber auch um uns in der Breite noch besser aufzustellen. Da muss ich vor Eric Orie wirklich den Hut ziehen. Er hat ja schon vor meiner Ankunft in Dornbirn an der Mannschaft gebastelt – und hat bis zum Transferschluß eine, wie man nun sieht, sehr konkurrenzfähige Mannschaft zusammengestellt. Mit der es richtig Spaß macht zu arbeiten.

Eric Orie (r.) trägt einen großen Anteil am aktuellen Erfolgslauf des FC Dornbirn.<span class="copyright">g</span><span class="copyright">e</span><span class="copyright">p</span><span class="copyright">a</span>
Eric Orie (r.) trägt einen großen Anteil am aktuellen Erfolgslauf des FC Dornbirn.gepa

Was kann man sich nun für die nähere Zukunft vom Team erwarten?

Janeschitz: Erst mal muss ich der Mannschaft gratulieren, dass sie doch unter Druck gegen die Mannschaften, die in unserem Tabellenumfeld standen, siegen konnte. Das war keine leichte Situation für die Jungs. In den nächsten Wochen stehen Spiele gegen Teams aus der oberen Tabellenregion an, da wollen wir uns beweisen. Es warten spannende Wochen auf uns. Die Fans in Dornbirn können aber davon ausgehen, dass wir uns weiterentwickeln wollen. So wie wir es in den letzten Monaten gemacht haben – und da hat sich ja wirklich viel getan. Wir sind bereit dafür.

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