Der Serienmeister kommt zum richtigen Zeitpunkt

Sport / 23.10.2022 • 08:30 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Aufwärmen für das große Duell: Altachs Frauen fordern den Serienmeister. <span class="copyright">gepa</span>
Aufwärmen für das große Duell: Altachs Frauen fordern den Serienmeister. gepa

Die Frauen des SCR Altach/FFC Vorderland wollen am Sonntag (11 Uhr) erstmals gegen St. Pölten punkten. Das Spiel gegen den Champions-League-Teilnehmer wird auf VOL.at live ausgestrahlt.

ALTACH Der Meister aus Niederösterreich ist voll im Champions-League-Modus und Altach in guter Verfassung. Dementsprechend groß ist die Vorfreude bei den Vorarlberger Bundeligaspielerinnen auf das morgige Spitzenspiel (11 Uhr) in der Cashpoint-Arena.

„Ihr Fokus lag bis Donnerstag auf der Champions League. Das kann unsere Chance sein.“

Anna Bereuter über ihren Exklub St. Pölten

Ein  spezielles Spiel wird es auch für Anna Bereuter, die rechtzeitig vor dem Duell mit ihrem Exklub wieder fit geworden ist und vergangenes Wochenende beim 2:1-Auswärtssieg in Linz eine halbe Stunde auf dem Platz stand. „Ich erhoffe mir ein sehr spannendes Spiel, bei dem auch die Zuschauer eine wichtige Rolle einnehmen werden. Wir haben uns in dieser Saison enorm weiterentwickelt und ich denke schon, dass wir trotz unserer Außenseiterrolle bei idealem Verlauf einen Punkt mitnehmen können“, so die 20-jährige Rückkehrerin, die in dieser Saison aufgrund einer Verletzung erst zu drei Pflichtspieleinsätzen gekommen ist. Dafür müsse das Team moralisch genau dort anknüpfen, wie es in Linz aufgehört hat, denn der Siegtreffer fiel erst in der vierten Minute der Nachspielzeit.

<p class="caption">Anna Bereuter (rechts) freut sich auf das Spitzenspiel gegen ihren Ex-Klub. <span class="copyright">Hepberger</span></p>

Anna Bereuter (rechts) freut sich auf das Spitzenspiel gegen ihren Ex-Klub. Hepberger

Noch täglich in Kontakt

Anna Bereuter ist noch täglich im Austausch mit ihren ehemaligen Teamkolleginnen, doch das Spiel vom Sonntag war dabei kein Thema: „Ihr Fokus lag bis zum Spiel am Donnerstagabend voll auf der Champions League (0:4-Niederlage gegen Wolfsburg, d. Redaktion) und da spielten wir noch gar keine Rolle. Das könnte unsere Chance sein, wenn wir an die guten Ansätze aus den vergangenen Spielen anknüpfen können. Und persönlich freue ich mich sehr, alle wieder einmal zu sehen.“

Anna Bereuter 2019 im Dress des FFC Vorderland. <span class="copyright">VN-Lerch</span>
Anna Bereuter 2019 im Dress des FFC Vorderland. VN-Lerch


An ihre zwei Jahre in St. Pölten erinnert sie sich gerne zurück. „Ich war in einer großen Entwicklungsphase und St. Pölten hat mich genau dort abgeholt. Dadurch konnte ich sehr viel mitnehmen und habe schon ein, zwei Schritte nach vorn gemacht. Die erfahrenen Nationalspielerinnen haben mich angenommen wie ich bin und mich unterstützt, dass ich jedes Training Fortschritte machen konnte.“

Anna Bereuter (links) im Mai 2022 noch im Dress des heutigen Gegners St. Pölten. <span class="copyright">gepa</span>
Anna Bereuter (links) im Mai 2022 noch im Dress des heutigen Gegners St. Pölten. gepa

Und auch in Altach war die Woche vor dem Topduell zwischen Tabellenführer St. Pölten und den Vorarlbergerinnen als erstem Verfolger sehr positiv. „Die Trainings laufen sehr gut, die Stimmung ist top und alle Spielerinnen kommen und gehen mit einem Lächeln“, berichtet die Lochauerin.

Altach-Trainer Bernhard Summer im Gespräch mit Rieke Tietz. <span class="copyright">gepa</span>
Altach-Trainer Bernhard Summer im Gespräch mit Rieke Tietz. gepa

Und auch Trainer Bernhard Summer könnte sich keinen besseren Zeitpunkt für das Spitzenspiel wünschen, um im elften Duell mit dem siebenfachen österreichischen Meister und Pokalsieger den ersten Punktgewinn einzufahren: „Die ein oder andere Spielerin von St. Pölten ist aufgrund der englischen Wochen vielleicht nicht ganz so fit wie sonst, aber sie haben natürlich auch in der Breite eine enorme Qualität. Für uns muss in diesem Spiel alles zusammenpassen, damit es zu etwas Zählbarem reichen könnte.“

Charlotte Voll kehrt gegen St. Pölten ins Tor der Altacherinnen zurück. <span class="copyright">gepa</span>
Charlotte Voll kehrt gegen St. Pölten ins Tor der Altacherinnen zurück. gepa

Und der Cheftrainer weiß auch, dass die Ansetzung ihren Beitrag geleistet hat, dass es nun zum Duell der beiden aktuell besten Teams in der Frauen-Bundesliga kommt. „St. Pölten ist sicherlich auf einer anderen Augenhöhe als die bisherigen Saisongegner“, so Summer. Nachdem Anna Bereuter bereits vergangene Woche aus der Verletzungspause zurückkehrte, werden morgen Sonntag auch Jasmine Kirchmann und die zuletzt kranke Stammtorhüterin Charlotte Voll wieder im Kader stehen. Dafür fällt mit Sandra Aloi eine Mittelfeldspielerin mit Verdacht auf einen Kreuzbandriss länger aus. Aber ihre Teamkolleginnen auf dem Feld werden alles daransetzen, damit sie morgen Grund zum Jubeln hat. HFL

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