
Die große Lust auf Fußball
Trainingsstart der Austria Lustenau: Warme Temperaturen und von der Sonne „geküsst“.
Hohenems “Die Letzten werden die Ersten sein”, lautet ein bekanntes Zitat aus der Bibel. Zutreffend auch in Bezug auf den Trainingsstart der Grün-Weißen aus Lustenau. Zwar startete die Austria als letzter der drei heimischen Proficlubs in das Vorbereitungsprogramm für das Frühjahr, dafür erwischte die Mannschaft von Cheftrainer Markus Mader einen sonnig-warmen Tag, ganz im Gegensatz zu Altach mit stürmischem Schneefall und kalten Temperaturen oder Bregenz, wo die Schneemenge von ca. 35 cm erst noch vom Platz geräumt werden musste und ein kalter Wind vom See her wehte.

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Den Heimvorteil voll ausnützen
Die äußeren Bedingungen wurden von den Verantwortlichen zwar mit einem wohlwollenden Schmunzeln zur Kenntnis genommen, doch das Augenmerk galt vielmehr den eigenen Spielern und dem Programm, das dank der guten Verhältnisse auf dem Kunstrasenplatz im Hohenemser Herrenriedstadion vollinhaltlich durchgezogen werden konnte.
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In Anlehnung an das biblische Zitat darf auch der Angriff der Austria auf die Tabellenspitze thematisiert werden. Selbst Mader (57) konnte sich dieser Frage nicht entziehen. “Ein Punkt Rückstand ist nicht viel, oder?”, lautete seine Antwort, die mehr als Fragestellung zu deuten war. Zusammen mit Amstetten (2.) und der Admira (3.) blickt Lustenau als Letzter der Verfolgergruppe einem spannenden Frühjahr entgegen, ist doch der Vorsprung von Winterkönig St. Pölten gerade einmal ein mageres Pünktchen. Zumal man die starken Gegner allesamt zu Hause bespielen kann. Ob die Vienna, die Admira, St. Pölten, der Derbygegner SW Bregenz oder am letzten Spieltag Amstetten – sie alle müssen den Weg nach Lustenau in die neue SunMinimeal-Arena antreten. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil, wie Mader weiß. “Da bauen wir natürlich auf unsere treue Fangemeinde.”

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SC Austria Lustenau
Die Wintervorbereitung
21./22. Jänner
Teambuilding in Au
24. Jänner, 12.45 Uhr
Testspiel SC Brühl St. Gallen, in Hohenems
30. oder 31, Jänner
Testspiel WSG Wattens, Ort und Zeit noch offen
7. Februar, 12.45 Uhr
Testspiel FV Illertissen, Lustenau oder Hohenems
Admiral 2. Liga
20. Februar, 18 Uhr
SC Austria Lustenau vs Kapfenberger SV 1919

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Doch all das ist aktuell noch Zukunftsmusik, auch wenn die Arbeit in der Vorbereitung ganz darauf abzielt. Jetzt gelte es vor allem einmal, die Lust auf den Ball zu wecken, weiß der Trainer und findet mit diesen Worten Anklang bei seinen Spielern. Heißt für Mader im Umkehrschluss jedoch nicht, dass die ersten Tage, ja zwei Wochen, vor allem auch für die körperliche Fitness genutzt werden müssen. “Mit dem Ball lassen sich vor allem Ausdauer- und auch Sprinteinheiten gut verknüpfen. Und für die Spieler ist es weniger eintönig”, sagt Mader.

Wenig Veränderungen
In personeller Hinsicht ist bei den Grün-Weißen alles im “grünen” Bereich. Heißt, mit Nico Gorzel (27) – noch im Aufbautraining – sowie Jack Lahne (24), der nach seiner Zeit beim Africa-Cup mit Sambia noch eine Woche länger Urlaub genießt, fehlten nur zwei Spieler. Offen ist die Situation bei Daniel Au Yeong (22), dessen Leihe nach Thailand vorerst geplatzt ist, sowie Enes Koc (20), dessen Leihe an einen Regionalligaclub vor der Unterschrift steht, und mit Melih Akbulut (19). Letzterer will dennoch bei der Austria bleiben und, sollte sich eine Chance ergeben, diese auch nutzen.
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Stürmersuche in der Endphase
Reagieren wird man bei der Austria in Sachen Stürmer. Diesbezügliche Verhandlungen sind laut Sportvorstand Stephan Muxel sowie Sportchef Dieter Alge in der Endphase. Das Ziel ist laut Muxel, den neuen Spieler kommende Woche anlässlich des Kurztrainingslagers in Au mit dem allseits beliebten Langlaufrennen (“Die Verhältnisse sind perfekt”) auch präsentieren zu können. Damit unterstreicht die Austria ihre Ambitionen, im Titelrennen ein gewichtiges Wörtchen mitreden zu wollen.


Das allein ist Mader jedoch zu wenig. Der Trainer will in der Vorbereitung sein Augenmerk ganz bewusst auf den Torabschluss lenken. Das wundert nicht, denn ein Blick auf das Torverhältnis weist die Austria zwar mit der besten Defensive, allerdings auch mit der torärmsten Offensive aus. Ein Torschnitt von 1,3, das weiß der Coach, wird am Ende im Duell um die Meisterschaft zu wenig sein. “Da haben wir sicherlich Potenzial”, sagt Mader, wohl wissend, dass auch Selbstvertrauen wichtig sein wird. Und das, so sagt er, “werden wir uns in der Vorbereitung erarbeiten”.