Elfmetertore bei Heimsieg, doch Europacup wurde verpasst

Altach feiert einen erfolgreichen Saisonabschluss (2:0) und den Abschied verdienter Spieler.
Altach Am Ende hat es nicht gereicht, auch wenn Altach mit dem 2:0 über Ried seine Hausaufgaben erledigt hat. Doch Wolfsberg sicherte sich mit einem Erfolg gegen die WSG Tirol den Play-off-Platz, während BW Linz den Gang in die 2. Liga antreten muss. Bei den Rheindörflern durfte Patrick Greil sein zwölftes Saisontor bejubeln, zudem scorte Yann Massombo in einer Partie, die wenig Spannung bot. Und so bejubelten die SCRA-Fans am Ende einen gelungenen Abschluss einer Saison mit vielen Höhepunkten. Mannschaft und Betreuerstab wurden verdientermaßen minutenlang gefeiert.
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17.15 Uhr: Die internationalen Ambitionen der Altacher erhielten schnell einen Dämpfer. Schon nach 78 Sekunden war Wolfsberg zu Hause gegen die WSG in Führung gegangen. Damit schrumpften die Hoffnungen, zumal sich die Zaric-Schützlinge in der Anfangsphase schwertaten. Und auch einen Schockmoment zu überstehen hatten. Denn Patrick Greil griff sich nach einem hervorragenden Ballgewinn mit Pass in die Tiefe mehrmals an das rechte Knie. Die Entwarnung in Form von “Daumen hoch” in Richtung Trainerbank folgte gut eine Minute später.
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17.30 Uhr: Die erste Tormöglichkeit gehörte schließlich Greil. Nach einem weiten Pass in die Tiefe von Yann Massombo nahm sich der 29-Jährige den Ball an der Strafraumgrenze mit der Brust mit, doch beim Abschlussversuch erwischte er das Leder nur noch mit der Fußspitze. Ried-Tormann Andreas Leitner war zur Stelle und wehrte zur Ecke ab (25.).
Admiral Bundesliga
32. und letzter Spieltag
SCR Altach – SV Ried 2:0 (1:0)
Altach, Stadion Schnabelholz, 4730 Zuschauer, SR Markus Greinecker (OÖ)
Bisherige Saisonergebnisse: 1:0 (h), 0:3 (a), 2:3 (a)
Torfolge: 45./+6 1:0 Greil (Handelfmeter), 75. 2:0 Massombo (Handelfmeter)
Gelbe Karten: 26. Rasner (Ried), 31. Greil (Altach), 45./+ 7 Sollbauer, 90./+ 4 Steurer (Ried/alle Foulspiel)
Gelb-Rote Karte: 69. Rasner (Ried/Unsportlichkeit)
SCR Altach (3–4-3) Stojanovic – Jäger, Zech, Rahmani – Sandro Ingolitsch, Demaku (80. Lukas Gugganig), Bähre, Ouédraogo – Massombo (90./+ 1 Oswald), Hrstic (80. Gorgon), Greil (90./+ 1 Benjamin)
SV Ried (4-2-3-1) Leitner – Weisenbacher (57. Bajlicz), Sollbauer (67. Havenaar), Steurer, Scherzer – Maart (57. Zeqiri), Rasner – Boguo (46. Van Wyk), Nasrawe, Wernitznig – Sané (46. Mutandwa)
17.51 Uhr: Drei Minuten Nachspielzeit waren angezeigt, geworden sind es deren sechs. Weil einmal mehr Massombo mit einem Pass glänzte, weil Rieds Oliver Steurer bei seinem Abwehrversuch klar die Hand zu Hilfe nahm und weil Patrick Greil das Dutzend vollmachte. Vom Elfmeterpunkt traf der SCRA-Torjäger sicher zum 1:0-Pausenstand. Damit hielt er seine Elf im Rennen um einen Play-off-Platz, auch wenn wenige Minuten zuvor schon in Wolfsberg das Spiel mit einer 1:0-Führung für die Wölfe aus dem Lavanttal zur Halbzeit abgepfiffen wurde. Für Altach nahm so die erste Hälfte, in der sich wettertechnisch Sonne und Regen abwechselten, doch noch ein sonniges Ende. Spielerisch hatte man zuvor wenig überzeugen können. Das zeigte sich etwa beim Abschluss von Srdjan Hrstic, der einen idealen Lochpass von Demaku nur mit einem “Rollerball” abschloss. Torhüter Andreas Leitner war da einmal mehr nicht gefordert (40.). Auffallend zudem: Die Rieder rotierten und setzten gleich sechs Stammspieler auf die Bank. Beim SCRA fehlte nur Filip Milojevic aus der Stammelf. Der Innenverteidiger war gelbgesperrt und vor dem Spiel zu Gast bei “Live aus dem Stadion”.
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Wieder ein Handelfmeter
18.06 Uhr: Der Unparteiische pfeift die zweite Halbzeit an. Im Parallelspiel um den Play-off-Platz wird zu diesem Zeitpunkt schon fünf Minuten gespielt. Altach beginnt unverändert, während Ried in der Offensive gleich zwei Wechsel vornimmt. Die erste Möglichkeit dann schon nach 107 Sekunden, als Ouédraogo nach einem Greil-Eckball nicht ideal zum Kopfball kommt. Nur knapp später forderte Vesel Demaku Rieds Torhüter mit seinem Schuss auf den kurzen Pfosten zu einer Parade (48.). Das Spiel jedoch bleibt zerfahren und bietet wenig Höhepunkte. Von Ried ist zu diesem Zeitpunkt gar nichts zu sehen.
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18.21 Uhr: Wolfsberg führt immer noch 1:0, während der GAK bei BW Linz dank des zweiten Treffers (2:0) dem Klassenerhalt schon sehr nahe ist. In Altach passiert auf dem Rasen nicht sehr viel. Irgendwie fehlt der letzte “Kick”, dementsprechend fehlt auch das Tempo im Spiel. Der Anfangsdruck der Altacher nach Seitenwechsel hat schnell nachgelassen, das Spiel tröpfelt vor sich her. Bis zur Minute 65, als Ouédraogo nach einem guten Zuspiel zum Abschluss kommt und der VAR wieder einen Handelfmeter checkt. Doch dieses Mal entscheidet SR Markus Greinecker nach Ansicht der Bilder nicht auf einen Elfmeter. Das Spiel aber wird hektischer, was sich auch in einem Ausschluss des Rieders Martin Rasner niederschlägt. Mit Gelb vorbelastet ließ er sich zu einer Unsportlichkeit gegen Rassa Rahmani hinreißen, was die Gelb-Rote Karte nach sich zog (69.). Altach, nun plötzlich mit einem Mann mehr, suchte nun die Vorentscheidung. Doch einmal mehr wurden beste Chancen vergeben. So scheiterte Hrstic allein vor Goalie Leitner (72.). Somit musste wieder der “Punkt” herhalten. Nach einem Blackout von Wernitznig, der einen Rückpass völlig unbedrängt mit der Hand abzuwehren versuchte, gab es erneut einen Elfmeter. Greil überließ die Ausführung Massombo, der sich mit dem zweiten Treffer bedankte – 2:0 (75.).

18.36 Uhr: Auf der Tribüne wurde “Steht auf für den SCR” angestimmt, doch die Europacup-Hoffnungen hatten zu diesem Zeitpunkt den nächsten Dämpfer erhalten. Wolfsberg hatte im Duell mit der WSG auf 2:0 gestellt.

18.55 Uhr: Aus, vorbei – die Qualirunde mit der Punkteteilung gehört endgültig der Vergangenheit an. Altach beendet die Saison 2025/26 mit zehn Saisonsiegen auf dem dritten Platz in der Qualifikationsgruppe.