Ballabio sprintet auf das Podest

Sport / 06.09.2026 • 15:56 Uhr
Rad Team Vorarlberg
Giacomo Ballabio stellte im Finish seine Sprinterqualitäten unter Beweis. Mario Stiehl

Ländle-Equipe zeigt bei Schlussetappe der Sauerland-Rundfahrt ihr Potenzial.

Rankweil Das Team Vorarlberg hat die viertägige Sauerland-Rundfahrt mit einem starken Schlusstag beendet. Auf der 132 Kilometer langen Finaletappe fuhr Giacomo Ballabio auf Rang drei und sorgte damit für das Highlight aus Vorarlberger Sicht. Den Etappensieg holte der Luxemburger Arno Wallenborn.

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Colin Stüssi und die Ländle-Equipe drückten auf das Tempo. Mario Stiehl

Schon kurz nach dem Start wurde klar, dass die letzte Etappe nichts für Sprinter werden würde. Auf dem Weg zum Ziel am Kahlen Asten, dem oberhalb von Winterberg gelegenen, zweithöchsten Berg Nordrhein-Westfalens. warteten zahlreiche Herausforderungen auf das Feld. Neben mehreren Anstiegen sorgte vor allem die Hirschberger Wand mit Steigungen von bis zu 34 Prozent für eine erste Selektion. Dazu kamen Feldwege und sogar eine Bachdurchfahrt.

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Emanuel Zangerle auf einer Abfahrt. Mario Stiehl

Das Team Vorarlberg hatte sich für das Finale vorgenommen, möglichst viele Fahrer an der Spitze zu platzieren. Das gelang eindrucksvoll. Die gelben Trikots der Ländle-Equipe waren auch in der entscheidenden Phase regelmäßig im Vorderfeld zu sehen. „Wir sind alle Attacken mitgegangen und haben zeitweise das Tempo bestimmt“, zeigte sich Sportchef und Renndirektor Paul Renger mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden.

Im hektischen Finale setzte sich schließlich Wallenborn aus der Spitzengruppe ab. Der Luxemburger behauptete sich bis ins Ziel und feierte den ersten nicht-deutschen Etappensieg bei der Sauerland-Rundfahrt. Das Verfolgerfeld zerfiel auf den letzten Metern zusehends, ehe sich eine zwölf Mann starke Gruppe formierte. Mittendrin: Giacomo Ballabio. Der Italiener hatte im Sprint die stärksten Beine und sicherte sich Platz drei. Sechs Sekunden fehlten ihm auf den zweitplatzierten Dänen Noah Møller Andersen, zehn Sekunden betrug sein Rückstand auf Sieger Wallenborn. Für das Team Vorarlberg war es damit der ersehnte Podestplatz zum Abschluss.

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Auf der Schlussetappe waren 133 Kilometer mit 4350 Höhenmetern zu bewältigen. Mario Stiehl

Auch in der Gesamtwertung machte Ballabio noch einen Sprung. Der 15. Platz bedeutete eine Verbesserung um zwei Positionen. An der Spitze änderte sich am letzten Tag hingegen nichts mehr. Die Deutschen Paul Fietzke und Max Bock sorgten für einen Doppelsieg des Nachwuchses aus dem Weltklasse-Rennstall Red Bull – BORA – hansgrohe.

Nach drei Tagen, die für die Vorarlberger nicht ganz nach Wunsch verlaufen waren, überwog bei Renger am Ende die Zufriedenheit. „Die ersten Tage sind für uns nicht ganz nach Wunsch gelaufen. Aber heute haben wir gezeigt, was wir können“, bilanzierte der Sportchef. Auch die Rundfahrt selbst bekam ein positives Zeugnis: Sie sei „top organisiert“ gewesen, habe eine „attraktive Streckenführung“ geboten und besitze „richtig Potential“. Zahlreiche Anstiege und spektakuläre Abfahrten machten die Reise durch das „Land der 1000 Berge“ zu einer anspruchsvollen Herausforderung.

Für das Team Vorarlberg geht es nun mit dem nächsten Höhepunkt weiter. Vom 15. bis 18. September wartet mit dem Giro d’Abruzzo das nächste internationale Rennen auf die Mannschaft.