SW Bregenz im Samurai-Modus

Schwarz-Weiße deklassieren den FAC mit 4:0. Anteo Fetahu trifft doppelt.
Bregenz Anteo Fetahu ging in die Partie, als ob er ein Samurai-Schwert zwischen den Zähnen hatte. Der 24-jährige Albaner war beim 4:0-Heimsieg von SW Bregenz gegen den FAC Wien der überragende Mann auf dem Platz und hatte mit zwei Treffern maßgeblichen Anteil am furiosen Auftritt der Hausherren am sechsten Spieltag der 2. Liga.

Dabei war Fetahu erst im Sommer ablösefrei nach Bregenz zurückgekehrt. Bereits in der Saison 2024/25 hatte der Angreifer als Leihspieler des SCR Altach das schwarz-weiße Trikot getragen. Im vergangenen Jahr kam er bei den Rheindörflern allerdings nur bedingt zum Einsatz, ehe er sich für eine Rückkehr in die Landeshauptstadt entschied. Dass er sich dort wieder wohlfühlt, war gegen den FAC von der ersten Minute an zu sehen.
Fußball, 2. Liga, 6. Spieltag
SW Bregenz – FAC Wien 4:0 (3:0)
Bregenz, ImmoAgentur Stadion, xxx Zuschauer, SR Bosnjak
Torfolge: 2. 1:0 Fetahu, 18. 2:0 Omotehara, 39. 3:0 Fetahu (Elfmeter), 87. 4:0 Araki
Bregenz: Aizawa; Au Yeong, William, Torelli, Joao Victor (60. Rodrigo); Cecchini (80. Dantas), Gabryel; Zaizen (60. Rossi), Fetahu (65. Araki), Omotehara; Sealey (80. Davies)
Denn die Bregenzer erwischten einen Traumstart. Nach gerade einmal zwei Minuten setzte sich Fetahu im Strafraum gekonnt durch und schloss zur frühen 1:0-Führung ab. Die Mannschaft von Trainer Martin Brenner, der seine Elf in einem 4-3-2-1-System auf den Rasen schickte, blieb danach konsequent aggressiv – allerdings ohne unfair zu werden.
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Der FAC hatte sichtlich Mühe mit der intensiven Gangart der Gastgeber. Nach 18 Minuten schlugen die Bregenzer erneut zu. Genta Omotehara bekam den Ball im Sechzehnmeterraum und fackelte nicht lange. Der Japaner setzte das Spielgerät ins lange Eck und erhöhte auf 2:0.

Fetahu legt vom Punkt nach
Für zusätzliche Unruhe sorgten in dieser Phase die zahlreichen Zweikämpfe. Schiedsrichter Bosnjak hatte alle Hände voll zu tun, die Partie zu beruhigen. Nach einer Rudelbildung gerieten FAC-Akteur Dominik Kirnbauer und Fetahu aneinander. Beide sahen Gelb. Auch SWB-Trainer Brenner konnte seine Emotionen nicht gänzlich zurückhalten und wurde verwarnt.
Die richtige Antwort gab seine Mannschaft auf dem Spielfeld. Bregenz machte weiter Druck – und erneut stand Fetahu im Mittelpunkt. Nach einem Foulspiel an ihm im Strafraum zeigte Bosnjak auf den Elfmeterpunkt. Der Gefoulte trat selbst an und ließ sich nicht zweimal bitten. Fetahu drosch den Ball unhaltbar ins Eck und stellte noch vor der Pause auf 3:0.

Der FAC wirkte zunehmend frustriert. Allein fünf Spieler aus der Bundeshauptstadt sahen Gelb. Gleichzeitig hatte Bregenz das Geschehen weitgehend im Griff und ging mit einer komfortablen Drei-Tore-Führung in die Kabine.

Auch nach dem Seitenwechsel ließen die Gastgeber keine Zweifel aufkommen, wer an diesem Nachmittag Herr im ImmoAgentur Stadion war. Der FAC versuchte zwar, noch einmal ins Spiel zurückzufinden, doch SWB erstickte die Hoffnungen der Wiener rasch im Keim. Joao Victor hatte in der 52. Minute sogar das 4:0 auf dem Fuß, sein Schuss verfehlte das Gehäuse nur knapp.
Rund eine Viertelstunde später sorgte erneut Fetahu für Aufsehen. Nach wunderbarer Vorarbeit von Gabryel legte der Albaner quer für La’Sean Sealey, der die Kugel um Millimeter verpasste. Kurz darauf war der Arbeitstag des Doppeltorschützen beendet. Fetahu verließ unter dem tosenden Applaus der rund 1000 Zuschauer den Rasen.
Aizawa hält die Null – Araki setzt Schlusspunkt
Während die Bregenzer ihren Vorsprung souverän verwalteten, musste ÖFB-Cup-Held Peter Aizawa erst in der 80. Minute ernsthaft eingreifen. Der SWB-Tormann klärte einen Kopfball von FAC-Stürmer Fabian Hafenscher noch vor der Linie und hielt damit die Null fest.
Für den Schlusspunkt sorgten schließlich ebenfalls die Hausherren. Der eingewechselte Darigo Araki zog aus der Distanz ab, sein Schuss wurde noch entscheidend abgefälscht und fand schließlich den Weg ins Tor. Mit dem 4:0-Endstand krönte Bregenz einen nahezu perfekten Nachmittag.
Nur wenige Tage nach dem Elfmeterkrimi im ÖFB-Cup, in dem sich die Bregenzer in Wien gegen den FAC durchgesetzt hatten, gelang damit gleich der nächste Erfolg gegen die Hauptstädter. Diesmal war es vor allem ein Mann, der den Unterschied machte: Anteo Fetahu. Der Rückkehrer präsentierte sich mit zwei Toren, enormem Einsatz und großer Präsenz als schwarz-weißer Taktgeber eines beeindruckenden Heimsieges.