Gefeiert hat nur Grün-Weiß

2:0-Derbysieg beschert Austria Lustenau ruhige Länderspielpause. Altach scheiterte erneut an eigenem Unvermögen.
Lustenau Es war das erwartete Fußballfest. Das erste Ländle-Derby der Bundesligasaison 2026/27 hielt, was es versprach. Großartige Kulisse mit einer ausverkauften Sun-Minimal-Arena, hitzige Duelle, rassige Zweikämpfe und zwei wunderschöne Tore aus Sicht der Gastgeber.
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Antonio Verinac (36.) und Dominik Weixelbraun (45+1.) ließen das ehemalige Reichshofstadion innerhalb von zehn Minuten doppelt beben. Tore, die aus Sicht der Gastgeber nicht idealer hätten fallen können. Denn die Gäste aus Altach zeigten bis zum 0:1 eine ansprechende Leistung, ließen den Ball im Vergleich zur Austria gut zirkulieren und hatten deutlich mehr Spielanteile. Die Austria hingegen verließ sich auf ihre Spielanlage, kompakt zu stehen, ohne großartig in ein Gegenpressing zu gehen. Dafür setzte man gekonnt Nadelstiche.
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Die Rechnung ging voll auf, wie Markus Mader nach dem Spiel bestätigte. “Im Nachhinein betrachtet ist unser Spielplan voll aufgegangen. Wir wussten, wie wir gegen den SCRA aufzutreten hatten, und die Jungs haben ganz viel von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben”, so der “Derby-Tiger”, der in seinem sechsten Bundesligaderby den Platz zum vierten Mal als Sieger verließ.

Großer Dank dafür gebührt wohl Austrias Tormann Domenik Schierl, der mit einem unglaublichen Reflex in Minute 19 gegen Altachs Spielmacher Patrick Greil neben Verinac und Weixelbraun zum Matchwinner wurde. “Domenik ist unbestritten ein super Tormann, und in dieser Szene hat er gezeigt, wie wertvoll er für uns ist”, lobt Mader seinen Tormann.

Greil selbst wollte sich gar nicht ausmalen, wie die Partie weiter verlaufen wäre, hätte er getroffen. “Das hätte einiges verändert, hilft aber nix. Wir haben das Spiel verloren, obwohl wir in meinen Augen wieder einmal eine ansprechende Leistung gezeigt haben. Aber wenn man die entscheidenden Duelle verliert oder eben wieder mal nicht trifft, ist es ganz schwer, ein Spiel zu gewinnen – ein Derby schon gar nicht”, so ein geknickter Spielmacher, dem man von Minute eins an hart zugesetzt hatte. Die Austria wusste klar, wo im Spiel der Gäste anzusetzen war.

Die nach 90 Minuten wieder einmal mit leeren Händen dastanden. Wieder ansehnlich kombiniert, sich auch durchaus gute Chancen herausgespielt, aber am Ende erneut an der eigenen Unfähigkeit vor dem gegnerischen Tor gescheitert. Ousmane Diawara agierte in Minute 72 sinnbildlich fast schon in gewohnter Manier, als er alleine auf Austrias Tormann Schierl zulief, den Ball zwar an diesem vorbeischob, aber eben auch neben das Tor.
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Der Sturz ins Tal der Tränen nach der fünften Niederlage in Folge war ein großer. Wenig verwunderlich, dass die Altacher Fans nach Spielende eine Aussprache mit der Mannschaft forderten. Die dann zwar mit leisem, aber doch Applaus für ihr Team endete.

Auf grün-weißer Seite starteten da schon die Feierlichkeiten, die lange bis in die Nacht andauerten. Inklusive Feuerwerk zu später Stunde. Irgendwie passend für ein Fußballfest, gefeiert hat aber eben nur ein Team.