Kein Brot gegen den Meister

Austria Lustenau unterliegt LASK Linz klar. Der Meister war um mindestens eine Nummer zu groß für den Aufsteiger.
Lustenau Es war die erwartet schwere Aufgabe für Austria Lustenau. Österreichs “Team des Jahres”, Doublesieger und Champions-League-Teilnehmer LASK Linz gab am neunten Spieltag der Bundesliga seine Visitenkarte in der Sun Minimeal Arena ab. Und wurde seiner Favoritenrolle gerecht. Vor 4000 Zuschauern setzte sich der Meister mit 4:0 (0:0) durch. Die Grün-Weißen hielten lange dagegen, mussten sich am Ende aber der höheren Qualität der Gäste beugen.
Mader setzte auf Fünferkette
Austria-Trainer Markus Mader veränderte seine Startelf auf drei Positionen. Neuzugang Alieu Conateh durfte erstmals von Beginn an ran, dazu rückten Matthias Maak und Anilson in die Anfangsformation. Taktisch setzte Mader auf eine Fünferkette mit Maak als zentralem Akteur, vier Mittelfeldspielern und Antonio Verinac als Solospitze.

Fußball, Bundesliga, 9. Spieltag
Der Meister reiste mit der vollen Kapelle ins Ländle. Nach dem 3:6 gegen Liverpool in der Champions League standen unter anderem Sascha Horvath, Sasa Kalajdzic, Robert Ljubicic und Doppeltorschütze Florian Flecker in der Startelf.
Austria Lustenau – LASK Linz 0:4 (0:0)

Lustenau, Sun Minimeal Arena, Zuschauer: 4061, SR Ristovkov
Torfolge: 56. 0:1 Kalajdzic, 65. 0:2 Adeniran, 87. 0:3 Lang (Elfmeter), 90+4. 0:4 Lang

Gelbe Karten: Soares
Austria: Schierl; Anilson, Voisine, Maak (67. Diarra), Pertlwieser (77. Chukwu), Soares; Weixelbraun, Kacuri, Afrifa (88. Grabher), Conateh (67. Gashi); Verinac (77. Benjamin)
Bei strömendem Regen begann die Austria mutig, versuchte mit schnörkellosem Spiel dagegenzuhalten. Doch mit Fortdauer übernahm der LASK das Kommando. Ljubicic hatte nach zwölf Minuten die erste gute Möglichkeit, scheiterte aber an Austria-Tormann Domenik Schierl.
Schierl hielt die Austria im Spiel
Nach 20 Minuten verlagerte sich das Geschehen beinahe ausschließlich in die Hälfte der Hausherren. Doch die Grün-Weißen warfen sich in jeden Zweikampf. Und hatten mit Schierl einen überragenden Rückhalt. Der Schlussmann entschärfte einen Versuch von Samuel Adeniran (39.), ehe Victor Tornich per Kopf knapp die Führung verpasste (42.). Sekunden später scheiterte Tornich erneut an Schierl.

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich die Partie endgültig zu einem Duell zwischen dem LASK und Schierl. Zunächst parierte der Austria-Goalie gegen Melayro Bogarde (48.), dann gegen Tornich (50.). Und als auch Schierl geschlagen war, half doppelt das Aluminium. Bogarde traf den Pfosten, den Abpraller setzte Miguel Freckleton an die Latte.
Kalajdzic brach den Bann
In der 56. Minute war es so weit. Bogarde hebelte mit einem Traumpass die Lustenauer Abwehr aus, Kalajdzic hob den Ball über Schierl zum verdienten 1:0 ins Netz.
Der Rückstand zwang die Austria, offensiver zu agieren. Nach einem Eckball von Soares kam Anilson per Kopf zum Abschluss (62.). Doch das kurze Aufflackern wurde eiskalt bestraft. Nur zwei Minuten später schloss Adeniran einen Konter zum 2:0 ab (64.).
Mader brachte mit Seydou Diarra und Albin Gashi frische Offensivkräfte, doch an den Kräfteverhältnissen änderte sich wenig. Denn Christoph Lang verwertete nach einem Foul von Chukwu an Dibango den fälligen Elfmeter zum 3:0 (87.). Und der Steirer im Dress des LASK legte in der 94. Minute noch mal nach, traf zum 4:0-Endstand.
Am Ende stand ein verdienter Erfolg des Meisters. Die Defensivtaktik der Austria hielt nur eine Halbzeit lang. Dennoch konnten die 4000 Zuschauer den Grün-Weißen in Sachen Einsatz wenig vorwerfen. Der Qualitätsunterschied war schlicht zu deutlich. Nächste Woche wartet bei Tabellenführer Rapid Wien die nächste schwere Aufgabe.