Die Kessel kochen auf

VN / 09.05.2022 • 16:11 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Pfarrer Peter Willi mit den Schnapsbrennern Fredi Sieberer und Joachim Walser.<span class="copyright"> TAY</span>
Pfarrer Peter Willi mit den Schnapsbrennern Fredi Sieberer und Joachim Walser. TAY

Dankefest und Weihung der neuen Schnapsbrennerei „Ketschela 47“ in Gisingen.

Feldkirch Es ist vollbracht – nach einem Jahr war alles unter Dach und Fach. Joachim Walser und Fredi Sieberer bauten einen neuen „Hobbyraum“. Direkt am eigenen Gründstück von Sieberer entstand ein Bungalow mit 66 Quadratmeter und schaffte Platz für die zwei neuen Brennereien mit einem Füllvolumen von 75 bis 120 Litern. „Ketschela 47“ (bezugnehmend auf den Straßennamen Ketschelenstraße 47) heißt die neue Räumlichkeit, die kürzlich durch Pfarrer Peter Willi im feierlichen Rahmen eingeweiht wurde.

Das Schnapsbrennerduo mit Elektriker Stefan, Mama Gitti und Helene. 
Das Schnapsbrennerduo mit Elektriker Stefan, Mama Gitti und Helene. 

Walser und Sieberer sind schon seit über 40 Jahren enge Freunde. Auf diesen gemeinsamen Meilenstein sind sie aber besonders stolz. „Es waren so viele Menschen in dieses Herzensprojekt involviert und dafür wollten wir ‚Danke‘ sagen“, erklärt Sieberer. Rund 200 Personen waren vergangenes Wochenende über den Tag verteilt anwesend, um den Startschuss gemeinsam einzuläuten. Sie konnten auch die neue Brennerei genauestens inspizieren: Sie enthält neben zwei Kaminen, einem Aufenthaltsraum, einer Toilette und Schwerlastträgerregalen auch noch einen unterirdischen Acht-Kubikmeter-Tank, der die abgebrannte Maische sammelt und in die Biogasanlage abführt.

IInstallateur Thomas mit Gattin Yvonne Lins bei der Eröffnung. 
IInstallateur Thomas mit Gattin Yvonne Lins bei der Eröffnung. 

Harmonisches Duo

Der Neubau besteht größtenteils aus verschiedensten upgecycelten Materialien: „Alte Dachstühle, Balken oder Ähnliches verwenden wir hier und bauen alles in Eigenregie“, führt Walser aus. Beim Dankefest wurde eines ganz viel: Schnaps verköstigt. Die Abfindungsbrenner verarbeiten jährlich über zehn Tonnen Obst zu Edelbränden. Sortenreine Schnäpse, wie etwa die rote Birne, Zitrone und Williams, die bereits einige Bronze- und Silbermedaillen geholt haben. Auf den Flaschen ist jedoch ein anderes Gesicht platziert. „Das ist Hermann Erne – mein Großvater“, hält Fredi Sieberer fest. Mit seiner fahrbaren Brennerei war er in Gisingen eine kleine lokale Koryphäe. Bis in die Morgenstunden genossen die Gäste mit Livemusik, kulinarischen Schmankerln und edlen Tropfen das Fest. TAY