Endlich Schnee: Ein Skigebiet nimmt den Betrieb auf, andere öffnen zusätzliche Pisten

Während einige Skigebiete fast schon in Vollbetrieb sind, bräuchte es andernorts noch weiteren Schnee.
Darum geht’s:
- Damüls sollte am Wochenende alle Sesselbahnen geöffnet haben.
- Skigebiet Bödele startet erneut nach Schneefall.
- Naturschneegebiet Sonnenkopf fast in Vollbetrieb.
Von Katja Grundner
Damüls/Bödele Dank des Schneefalls am Wochenende startete das Skigebiet Bödele nach einer Phase der Schließung zum zweiten Mal in die Saison. Außerdem konnten in anderen Skigebieten weitere Pisten geöffnet werden. „Es ist richtig winterlich geworden, die Stimmung ist gut“, sagt Markus Simma, Geschäftsführer der Damülser Seilbahnen. Etwas zurückhaltender äußert sich Rudolf Denz, Geschäftsführer der Hochälpele-Lifte am Bödele, wo man auf Naturschnee angewiesen ist: „Wenn es jetzt zwei Tage regnet, kann es schon wieder aus sein, und bei zwei Tagen Minusgraden geht es gut weiter – bei uns kann sich das von einem auf den anderen Tag ändern.“


Wichtigkeit der Beschneiung
Das Skigebiet in Damüls öffnete Anfang Dezember. Während die Landschaft zuvor nur schütter von Schnee bedeckt war, habe sich die Schneelage im neuen Jahr deutlich verbessert und am vergangenen Wochenende sei zusätzlich etwa ein halber Meter Neuschnee gefallen. „Wir konnten am Wochenende eine weitere Piste öffnen, aber die Lage war bereits zuvor gut“, erzählt Simma, der dafür die künstliche Beschneiung als Grund nennt. Von den zehn Sesselbahnen in Damüls ist aktuell nur eine nicht in Betrieb. „Diese ist gerade in Vorbereitung und sollte spätestens am Wochenende ebenfalls geöffnet sein.“



Seit über 30 Jahren ist Simma für das Skigebiet in Damüls zuständig. Auch damals habe es sehr schneearme Zeiten gegeben. Er erinnert sich an seine erste Saison 1989/1990: „Es war ein miserabler Winter. Zu Weihnachten gab es quasi auch Sommerbetrieb. Oben konnte man Skifahren, der Rest war zum Wandern da.“ Im Gegensatz zu früher sei der Winterbetrieb durch die Beschneiungsanlagen viel konstanter und stabiler.


Etwas schwierigere Bedingungen herrschen im Skigebietsteil Mellau. Grund dafür sind die niedrigere Lage und das Fehlen eines Speichersees für die Kunstschneeproduktion. Für ein wirkliches Aufatmen wäre dort noch mehr Schnee nötig.
Weiter südlich, im Skigebiet Laterns, sind seit vergangenem Sonntag alle Lifte und ein Großteil der Pisten in Betrieb. „Wir haben den Schnee vom Wochenende auf die grüne Wiese gekriegt, also es braucht dringend noch mehr. Aber wir sind froh, dass wir die Saison nun richtig starten konnten“, schildert Anna-Katharina Schramm, Geschäftsführerin der Seilbahnen Laterns.


Naturschneegebiet
Das Skigebiet Bödele hatte Ende November zehn Tage geöffnet. Danach musste es längere Zeit geschlossen bleiben, bis sich am Sonntag die Lifte wieder in Bewegung setzten. „Die meisten sind geöffnet“, berichtet Rudolf Denz. Doch schon am Montag gab es wieder Plusgrade und Regen. „Wir hoffen und sind positiv eingestellt, dass es kalt genug bleibt und wieder Schnee kommt“, sagt er zuversichtlich.
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Das höher gelegene Naturschneegebiet Sonnenkopf sei mit Ausnahme der Obermoosbahn in Vollbetrieb. „Meistens sind wir zu dieser Zeit schon komplett offen, aber wir gehen davon aus, dass der Schnee am Wochenende nicht der letzte gewesen ist“, meint Dietmar Tschohl, Geschäftsführer der Klostertaler Bergbahnen.

Das Skigebiet Diedamskopf in Au-Schoppernau setzt am Berg auch fast ausschließlich auf Naturschnee. Eröffnet wurde Anfang Dezember, und seit Sonntag steht zusätzlich die Breitenalpebahn mit zwei frischen Pisten zur Verfügung. Derzeit sei circa die Hälfte, also das Grundangebot, in Betrieb.
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(VN)